Bitcoin-Automaten vor dem Aus: Tennessee verbietet Krypto-Terminals
Tennessee verbietet Bitcoin-Automaten vollständig, während weitere US-Staaten strenge Regulierungen für Krypto-Terminals einführen.
In den USA verschärft sich das regulatorische Umfeld für Kryptowährungen weiter. Der US-Bundesstaat Tennessee hat am Mittwoch ein vollständiges Verbot für Bitcoin-Automaten in Kraft gesetzt.
Das Gesetz untersagt sowohl die Nutzung als auch die Installation neuer Krypto-Terminals. Zuvor betrieben Anbieter laut Branchendaten rund 185 solcher Automaten in Tennessee.
Weitere US-Staaten greifen durch
Neben Tennessee setzen auch andere Regionen auf strenge Restriktionen. In Georgia gelten ab sofort neue Transaktionslimits und umfassende Meldepflichten für Betreiber.
Zudem müssen Unternehmen ihre Kunden künftig vor Betrug warnen und in bestimmten Fällen Rückerstattungen leisten. Indiana hatte bereits im März ein Verbot durchgesetzt, während Minnesota am 1. August nachzieht.
Hintergrund der restriktiven Maßnahmen sind zunehmende Kriminalitätsfälle. Betrüger drängten in der Vergangenheit besonders ältere Bürger dazu, unrechtmäßig Gelder über die Automaten zu versenden.
Druck auf Bitcoin-Firmen wächst
Die strengeren Vorgaben zeigen bereits erste wirtschaftliche Folgen für die Branche. Im Mai musste der bekannte Betreiber Bitcoin Depot Insolvenz nach Chapter 11 anmelden.
Das Unternehmen hatte zuvor erhebliche Zweifel an seiner Zukunft aufgrund des schwierigen regulatorischen Umfelds geäußert. Branchenbeobachter sehen in der Pleite einen Vorboten für die gesamte Automaten-Industrie in Nordamerika.
Auch international wächst der Gegenwind für das digitale Gold und seine Infrastruktur. Kanada prüft derzeit ein landesweites Verbot von Krypto-Geldautomaten, um Betrug effektiv einzudämmen.


