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Binance stoppt Transfers zu HTX und Aban Tether nach Sanktionen

Binance blockiert ab dem 23. August Transfers zu HTX und Aban Tether aufgrund neuer EU- und US-Sanktionen.

14. August 2026 · 17:31 · 2 Min. Lesezeit
Smartphone mit Binance-App vor einem Warnschild und EU-Flaggen im Hintergrund

Die weltgrößte Krypto-Börse Binance stellt ab dem 23. August sämtliche Transfers zu HTX und zehn weiteren Plattformen ein. Dieser Schritt erfolgt als direkte Reaktion auf neue Sanktionspakete der Europäischen Union sowie der US-Behörden. Betroffen sind auch Plattformen wie Aban Tether, über die Nutzer häufig den Stablecoin Tether (USDT) handeln.

Neue EU-Richtlinien zwingen Binance zum Handeln

Die Sperrliste stammt nicht von der Börse selbst, sondern spiegelt exakt die Vorgaben der Verordnung 2026/1848 des Europäischen Rates wider. Diese verbietet Transaktionen mit 14 spezifischen Krypto- und Zahlungsdienstleistern ab Ende August.

Wer nach der Frist Gelder an diese Adressen sendet, muss mit einer Einfrierung der Mittel für eine umfassende Compliance-Prüfung rechnen. Das reguläre Spot-Trading auf der Handelsplattform bleibt von dieser Maßnahme jedoch unberührt, da keine Token direkt von der Börse entfernt werden.

Sanktionen gegen HTX und Aban Tether

Auf der schwarzen Liste finden sich prominente Namen wie HTX (ehemals Huobi) sowie Aban Tether und Shelbit. Letztere wurden bereits Anfang August vom US-Finanzministerium wegen Verbindungen zu iranischen Netzwerken sanktioniert.

Im Fall von HTX froren britische Behörden bereits im Mai die Vermögenswerte der dahinterstehenden Huobi Global S.A. ein. Der Vorwurf der Regulierer lautet auf die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen für ein sanktioniertes russisches Zahlungsnetzwerk, das Milliardenbeträge bewegt haben soll.

Was Krypto-Nutzer jetzt beachten müssen

Für Anleger bedeutet dies eine drastische Einschränkung der etablierten Transferwege. Wer Arbitrage-Handel betreibt oder die kleineren Plattformen als günstigen Zugang zum Markt nutzt, verliert diese Routen nun endgültig.

Da das EU-Verbot für alle Unternehmen innerhalb der Europäischen Union gilt, werden voraussichtlich auch andere regulierte Anbieter zeitnah nachziehen. Nutzer haben ein kurzes Zeitfenster, um ausstehende Transaktionen abzuwickeln und ihre Assets, wie beispielsweise Tether (USDT) oder Bitcoin (BTC), auf sichere Wallets zu übertragen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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