Adam Back kritisiert Bitcoin-Fork BIP-110 – Miner-Support bricht ein
Die umstrittene Bitcoin-Fork BIP-110 steht vor dem Aus, da die Unterstützung der Miner auf unter ein Prozent fällt.
Die umstrittene Bitcoin-Fork BIP-110, die sogenannte Ordinals für ein Jahr aus dem Netzwerk verbannen soll, steht kurz vor dem Scheitern. Drei Wochen vor der entscheidenden Deadline bei Block 961.632 verzeichnet das geplante Upgrade kaum noch Unterstützung durch die Miner.
Adam Back zweifelt an der Kompetenz der Aktivisten
Die Debatte um die geplante Abspaltung hat die Krypto-Community tief gespalten. Aktivisten sehen in den NFT-ähnlichen Inscriptionen reinen Spam, der die Dezentralität des gesamten Netzwerks gefährdet.
Blockstream-CEO Adam Back äußerte sich nun deutlich zu den Initiatoren des Soft-Forks. Auf Aussagen, dass BIP-110 echte Enthusiasten von falschen trennen würde, entgegnete er scharf, dass die Befürworter das digitale Gold schlichtweg nicht verstehen würden.
Laut Back verwechseln die Initiatoren einen echten Konsens mit simplen Forderungen auf Social-Media-Plattformen. Auch MicroStrategy-Gründer Michael Saylor positionierte sich kürzlich mit einem ausführlichen Manifest strikt gegen das Upgrade.
Freier Markt statt Zensur für das digitale Gold
Die Gegner der Abspaltung pochen darauf, dass Transaktionsgebühren ausschließlich durch den freien Markt bestimmt werden müssen. Jeder Versuch, bestimmte Datenströme herauszufiltern, stelle eine subjektive Zensur dar, die den Kern von BTC angreift.
Diese Ansicht teilt offenbar auch die überwältigende Mehrheit der Netzwerkteilnehmer. Aktuelle On-Chain-Daten zeigen, dass die Zustimmung der großen Mining-Pools bei lediglich 0,86 Prozent stagniert.
Scheitern des Upgrades gilt als mathematisch sicher
Um das Upgrade erfolgreich zu aktivieren, wären mindestens 55 Prozent der gesamten Hashrate erforderlich. Dieses Ziel gilt angesichts der aktuellen Zahlen mittlerweile als mathematisch unerreichbar.
Wenn in drei Wochen der verpflichtende Code in Kraft tritt, werden die Nodes der Befürworter damit beginnen, Standard-Blöcke systematisch abzulehnen. Dies könnte rein technisch zu einer echten Abspaltung der Blockchain führen.
Da der neuen Abzweigung jedoch die nötige Rechenleistung fehlt, dürfte sie extrem schnell an Relevanz verlieren. Back spottete bereits über die Organisatoren, da diese nicht einmal genug Kapital für eine anschließende Feier einsammeln konnten.


