389 Millionen Dollar in Bitcoin: Behörden zerschlagen AudiA6-Netzwerk
Ermittler haben zwei mutmaßliche AudiA6-Drahtzieher verhaftet, die Bitcoin im Wert von 389 Millionen Dollar wuschen.
Internationale Ermittlungsbehörden haben einen massiven Schlag gegen die Krypto-Geldwäscheorganisation AudiA6 verzeichnet. In der Republik Georgien wurden zwei hochrangige Mitglieder festgenommen, die verdächtigt werden, rund 389 Millionen US-Dollar in Bitcoin aus kriminellen Quellen gewaschen zu haben.
Das Geschäftsmodell der AudiA6-Gruppe
Laut der Anklageschrift bot das Netzwerk kriminellen Akteuren an, die Herkunft ihrer digitalen Vermögenswerte zu verschleiern. Für diesen Dienst verlangte die Organisation eine Gebühr von fünf Prozent der gewaschenen Gelder.
Blockchain-Analysen zeigen, dass insgesamt 10.333 BTC auf die Konten der Gruppe eingezahlt wurden. Neben dem Geldwäschedienst betrieben die Verdächtigen das Cybercrime-Forum Dark2Web.
Internationale Kooperation führt zur Festnahme
Der Zugriff erfolgte nach einer koordinierten Untersuchung, an der unter anderem der US Secret Service, die Steuerbehörde IRS sowie Strafverfolger aus Deutschland, Australien und Japan beteiligt waren. Dabei wurden Konten auf dem Messenger-Dienst Telegram gesperrt und Krypto-Bestände eingefroren.
Die US-Behörden streben nun die Auslieferung der beiden in Georgien inhaftierten Männer an. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft.
Bekannte Krypto-Diebstähle flossen über das Netzwerk
Die Aktivitäten des Netzwerks blieben in der Krypto-Community nicht unbemerkt. Der bekannte Blockchain-Analyst ZachXBT wies bereits Anfang des Jahres darauf hin, dass gestohlene Gelder über AudiA6 geschleust wurden.
Diese stammten aus einer gefälschten Ledger-App, die im Mac App Store platziert war, um Nutzer der größten Kryptowährung um ihre Bestände zu erleichtern.


