Weißes Haus kündigt wichtiges Update zur US-Bitcoin-Reserve an
Die US-Regierung plant zeitnah neue Schritte zur Etablierung einer nationalen Bitcoin-Reserve und reformiert geplante Krypto-Gesetze.
Die US-Regierung treibt die Pläne für eine nationale Bitcoin-Reserve zügig voran. Auf der Konferenz Bitcoin 2026 in Las Vegas kündigte Patrick Witt, Direktor des Beraterrats für digitale Vermögenswerte, für die kommenden Wochen ein umfassendes Update des Weißen Hauses an.
Die Exekutive habe in den vergangenen Monaten intensiv rechtliche und operative Fragen geklärt. Dabei geht es primär um die sichere Verwahrung jener Krypto-Bestände, die sich bereits in der Bilanz der Regierung befinden.
American Reserves Modernization Act löst Bitcoin Act ab
Der US-Kongress arbeitet parallel an einer gesetzlichen Verankerung der strategischen Bestände. Die Abgeordneten Nick Begich und Cynthia Lummis haben ihren ursprünglichen Gesetzesentwurf nun in „American Reserves Modernization Act“ (ARMA) umbenannt.
Ziel dieser parteiübergreifenden Initiative ist es, über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu eine Million BTC aufzubauen. Die Akkumulation der größten Kryptowährung soll dabei durch haushaltsneutrale Strategien finanziert werden.
Fokus auf beschlagnahmte Krypto-Bestände
Aktuell stützt sich die Reserve der Vereinigten Staaten ausschließlich auf Vermögenswerte, die durch straf- und zivilrechtliche Verfahren beschlagnahmt wurden. Neue Käufe sind durch die bisherigen Beschlüsse noch nicht autorisiert.
Ein im März 2025 von Präsident Donald Trump unterzeichnetes Dekret verbietet den Verkauf dieser staatlichen Bestände. Da künftige Administrationen solche präsidialen Anordnungen per Unterschrift aufheben könnten, pochen Befürworter auf ein dauerhaftes Gesetz durch den Kongress.
Zweifel an rascher Umsetzung bleiben bestehen
Trotz der deutlichen politischen Vorstöße zeigt sich der Markt weiterhin skeptisch. Daten der Prognoseplattform Polymarket beziffern die Wahrscheinlichkeit für eine offizielle Etablierung der staatlichen Reserve vor 2027 auf lediglich 23 Prozent.
Zusätzliche Verzögerungen bei übergeordneten Strukturgesetzen wie dem Clarity Act bremsen den Prozess im Senat aus. Gleichzeitig werfen Kritiker ethische Bedenken auf und fordern Regelungen, die Interessenkonflikte bei Regierungsbeamten im Umgang mit digitalen Assets verhindern sollen.


