US-Banken fordern strengere Stablecoin-Regeln für Tether (USDT) & Co.
US-Bankenverbände warnen vor dem CLARITY Act und fordern strenge Zinsverbote für Stablecoins wie Tether (USDT).
Die American Bankers Association (ABA) und zahlreiche US-Bankenverbände haben Bedenken gegen das geplante Krypto-Gesetz CLARITY Act geäußert. Kurz vor einer entscheidenden Anhörung am 17. Juli im Repräsentantenhaus fordern die Finanzinstitute strengere Vorgaben für Zinserträge auf Stablecoins.
Angst vor Kapitalflucht aus traditionellen Banken
In einem gemeinsamen Brief an den US-Senat kritisieren die Verbände die aktuelle Formulierung des Gesetzentwurfs als zu vage. Sie befürchten, dass Stablecoins künftig als direkter Ersatz für klassische Bankeinlagen fungieren könnten.
Die Banker fordern daher klare Verbote für Zinszahlungen auf Stablecoins, um eine drohende Kapitalflucht zu verhindern. Digitale Währungen sollen laut der Finanz-Lobby reine Transaktionsmittel bleiben und nicht zur renditebringenden Wertaufbewahrung dienen.
Regulierungsdruck auf Marktführer wie Tether (USDT)
Der CLARITY Act soll den ersten umfassenden Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA schaffen. Davon wären insbesondere dominierende Akteure wie Tether (USDT) direkt betroffen, da die Regulierung von Renditestrukturen das globale Krypto-Ökosystem prägen wird.
Der Widerstand aus dem traditionellen Finanzsektor ist massiv. Wenn Krypto-Unternehmen Zinsen auf Stablecoins anbieten möchten, sollten sie nach Ansicht von JPMorgan-CEO Jamie Dimon eine reguläre Banklizenz beantragen und sich denselben Auflagen unterwerfen.
Krypto-Gesetzgebung gerät ins Stocken
Der anhaltende Gegenwind könnte den Zeitplan für das Gesetz erheblich verzögern. Analysten von Galaxy Digital schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung noch im laufenden Jahr auf lediglich 50 Prozent.
Als Hauptgründe für die Verzögerung nennen die Experten eine fehlende inhaltliche Einigkeit im zuständigen Ausschuss. Zudem schließt sich das legislative Zeitfenster vor der anstehenden Sitzungspause in Washington zusehends.


