Tether (USDT) dominiert Krypto-Zahlungen, während USDC im DeFi führt
Neue On-Chain-Daten zeigen eine klare Arbeitsteilung: Tether (USDT) führt bei Zahlungen, USDC dominiert den DeFi-Sektor.
Die weltweit größten Stablecoins entwickeln sich zunehmend zu netzwerkspezifischen Finanzprodukten. Neue Daten der Analyseplattform Dune zeigen, dass Tether (USDT) und Circle (USDC) im Krypto-Ökosystem unterschiedliche Rollen einnehmen, anstatt direkt miteinander zu konkurrieren.
Tether dominiert den Zahlungsverkehr
Der größte Stablecoin der Welt hat sich als unangefochtener Marktführer für On-Chain-Zahlungen etabliert. Laut dem Digital Asset Brief von Dune wickelte Tether im ersten Halbjahr 2026 rund 95 Milliarden US-Dollar an kommerziellen Zahlungen ab.
Im Vergleich dazu kam der Konkurrent USDC im selben Zeitraum lediglich auf 14 Milliarden US-Dollar. Auch im Business-to-Business-Bereich (B2B) kontrolliert das an den US-Dollar gekoppelte Asset mit 92 Prozent von 48 Milliarden US-Dollar den Großteil des Volumens.
Besonders auf der Tron-Blockchain zeigt sich diese Nutzung deutlich. Dort werden rund 93 Prozent des USDT-Angebots in regulären Wallets und nicht auf Börsen gehalten, was die primäre Rolle als globales Zahlungsmittel unterstreicht.
USDC als Motor für dezentrale Finanzen
Während Tether den klassischen Geldtransfer anführt, hat sich der Circle-Token als Standard im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) positioniert. Auf dem Layer-2-Netzwerk Base verzeichnete USDC im Juni ein Transfervolumen von rund 2,6 Billionen US-Dollar.
Auf der Ethereum-Mainchain kamen noch einmal 1,6 Billionen US-Dollar hinzu. Die Umlaufgeschwindigkeit von USDC auf Base entsprach dabei dem 20-fachen des zirkulierenden Angebots, was die intensive Nutzung im Trading-Sektor belegt.
Marktkonzentration und regulatorische Entwicklungen
Trotz der unterschiedlichen Ausrichtung dominieren beide Token weiterhin den Markt. Zusammen stellen sie rund 83 Prozent der gesamten Stablecoin-Marktkapitalisierung, die laut Dune derzeit bei etwa 315 Milliarden US-Dollar liegt.
Unterstützt wird diese Entwicklung durch neue regulatorische Rahmenbedingungen in den USA. Nach der Verabschiedung des GENIUS Acts debattieren US-Gesetzgeber aktuell den CLARITY Act.
Dieses neue Gesetz soll die Zuständigkeiten zwischen den Behörden SEC und CFTC klären und somit die Marktstruktur für Emittenten sowie DeFi-Plattformen endgültig definieren.


