Südkorea führt strenge Devisenkontrollen für Bitcoin-Transfers ein
Südkorea unterwirft grenzüberschreitende Krypto-Transfers ab Dezember 2026 strengen Devisenkontrollen der Zentralbank.
Südkorea wird ab Dezember 2026 weitreichende Devisenkontrollen für grenzüberschreitende Krypto-Transfers einführen. Damit unterliegen internationale Transaktionen mit Bitcoin und anderen digitalen Währungen erstmals einer formellen behördlichen Aufsicht. Die Maßnahme soll illegale Kapitalflüsse und Geldwäsche im Land gezielt eindämmen.
Neue Meldepflichten für den Krypto-Sektor
Das kürzlich verabschiedete Devisentransaktionsgesetz tritt nach einer sechsmonatigen Übergangsphase in Kraft. Unternehmen, die grenzüberschreitende Transfers anbieten, müssen sich fortan beim südkoreanischen Finanzministerium registrieren.
Zusätzlich fordert das Gesetz eine direkte Anbindung an das Devisennetzwerk der Bank of Korea. Alle internationalen Transaktionsdaten müssen künftig lückenlos an die Zentralbank gemeldet werden.
Um diese Lizenz zu erhalten, müssen Firmen bereits als Virtual Asset Service Provider (VASP) zugelassen sein. Diese Anforderung begünstigt vor allem etablierte Handelsplätze wie Upbit und Bithumb, die die nötigen Infrastrukturen bereits aufbauen.
Fintech-Unternehmen rücken in den Fokus
Die südkoreanischen Aufsichtsbehörden prüfen aktuell, ob der Kreis der zugelassenen Akteure erweitert wird. Auch Fintech-Unternehmen könnten künftig Lizenzen für den internationalen Transfer von Krypto-Assets erhalten.
Ein Vertreter der Zentralbank betonte in lokalen Medien, dass die Erbringung dieser Dienstleistungen nicht exklusiv auf klassische VASPs beschränkt bleiben müsse. Wer die technischen und rechtlichen Voraussetzungen erfülle, könne sich ebenfalls registrieren.
Weltweiter Trend zur strengeren Regulierung
Die Entscheidung Südkoreas spiegelt einen globalen Trend wider, den Handel mit der größten Kryptowährung und anderen Altcoins stärker zu überwachen. Regierungen weltweit versuchen derzeit intensiv, regulatorische Grauzonen zu schließen.
Bis zum Stichtag im Dezember sammeln das Finanzministerium und die Bank of Korea noch Feedback aus der Branche. Das erklärte Ziel ist es, den bislang weitgehend unregulierten Markt für Krypto-Auslandsüberweisungen in feste rechtliche Rahmenbedingungen einzubetten.


