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Stablecoins boomen: TradFi-Handel erreicht 1,1 Billionen US-Dollar

Stablecoins etablieren sich zunehmend als bevorzugtes Abwicklungsmittel für traditionelle Finanzmärkte und internationale Zahlungen.

8. Juli 2026 · 17:31 · 2 Min. Lesezeit
Ein digitales Diagramm, das das steigende Handelsvolumen von Stablecoins und Krypto-Assets zeigt.

Laut einem neuen Bericht von Binance Research haben Stablecoin-abgewickelte Perpetual-Kontrakte im traditionellen Finanzwesen (TradFi) ein Volumen von 1,1 Billionen US-Dollar erreicht. Diese Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 unterstreicht die wachsende Rolle der wertgedeckten Token abseits reiner Krypto-Märkte.

Wachsende Bedeutung im Derivate-Handel

Stablecoins werden zunehmend genutzt, um TradFi-gekoppelte Perpetual-Kontrakte abzuwickeln. Dieser Markt macht mittlerweile rund elf Prozent des gesamten Krypto-Derivatehandels aus.

Gleichzeitig wandelt sich die Nutzung der digitalen Währungen hin zu einem langfristigen Wertspeicher. Etwa 30 Prozent der Binance-Nutzer halten mittlerweile mehr als die Hälfte ihres Portfolios in Stablecoins.

Die globale Marktkapitalisierung von Stablecoins ist laut DefiLlama auf 311 Milliarden US-Dollar gestiegen. Im Juni verzeichnete das von Visa unterstützte Allium-Dashboard zudem ein bereinigtes Transaktionsrekordvolumen von 1,79 Billionen US-Dollar.

Lateinamerika treibt die Adaption voran

Auch bei grenzüberschreitenden Zahlungen verzeichnen wertstabile Token ein massives Wachstum. Besonders in Lateinamerika hat sich die Adaption in den vergangenen zwölf Monaten signifikant beschleunigt.

Der Anteil lateinamerikanischer Nutzer bei Stablecoin-Transfers auf Binance hat sich auf 38 Prozent verdoppelt. Eine wachsende Nachfrage nach schnellen und kostengünstigen internationalen Überweisungen treibt diesen Trend maßgeblich.

Dies bestätigt auch die mexikanische Krypto-Börse Bitso. Dort machen an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins mittlerweile 40 Prozent der Käufe aus und übertreffen damit den Anteil von Bitcoin (BTC) mit 18 Prozent deutlich.

Finanzriesen setzen auf Solana und Stellar

Die zunehmende Adaption eröffnet Zahlungsdienstleistern enorme Marktchancen. Experten schätzen das Potenzial für Überweisungskorridore abseits des US-mexikanischen Marktes auf 112 Milliarden US-Dollar.

Traditionelle Anbieter reagieren bereits auf diese Entwicklung. Western Union lancierte kürzlich den eigenen Stablecoin USDPT auf der Solana-Blockchain, um internationale Zahlungen effizienter abzuwickeln.

Auch der Konkurrent MoneyGram erweiterte seine Blockchain-basierten Transfers über die eigene Endkunden-App. Das Unternehmen startete dafür den MGUSD-Stablecoin auf dem Stellar-Netzwerk.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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