SharpLink verbucht 394 Millionen US-Dollar Verlust durch Ethereum-Kursrutsch
Ein massiver Kursrutsch bei Ethereum beschert dem Krypto-Unternehmen SharpLink einen drastischen Quartalsverlust.
Der US-amerikanische Krypto-Verwalter SharpLink hat im zweiten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 394 Millionen US-Dollar verzeichnet. Hauptgrund für das negative Quartalsergebnis ist der starke Preisverfall von Ethereum, dessen Kurs in diesem Zeitraum um rund 23 Prozent einbrach. Im Vorjahreszeitraum lag der Verlust noch bei vergleichsweise moderaten 103 Millionen US-Dollar.
Unrealisierte Verluste belasten die Quartalsbilanz
Der gemeldete Fehlbetrag setzt sich maßgeblich aus unrealisierten Krypto-Verlusten in Höhe von 321 Millionen US-Dollar zusammen. Hinzu kommen Wertminderungen von 76 Millionen US-Dollar auf gestakte ETH-Token.
Dem gegenüber stehen Einnahmen von 11,5 Millionen US-Dollar im abgelaufenen Quartal. Den Löwenanteil dieser Umsätze erwirtschaftete das in Miami ansässige Unternehmen mit 11,1 Millionen US-Dollar direkt durch Ethereum-Staking.
SharpLink bleibt zweitgrößter Ethereum-Halter
Mit einem Gesamtbestand von rund 863.000 ETH im Wert von 1,46 Milliarden US-Dollar bleibt das Unternehmen der zweitgrößte institutionelle Halter der zweitgrößten Kryptowährung. Davon werden 181.321 Token über verschiedene Liquid-Staking-Protokolle gehalten.
Die Spitzenposition der Firmen mit den größten ETH-Reserven hält weiterhin Bitmine. Das Unternehmen verwaltet laut Branchendaten 5,54 Millionen Token im Gegenwert von 9,4 Milliarden US-Dollar.
Neue Zukäufe trotz fallendem Aktienkurs
Ungeachtet des jüngsten Preisverfalls hat SharpLink nach einer achtmonatigen Pause wieder damit begonnen, Bestände aufzustocken. Ende Juni investierte die Firma zunächst 7,8 Millionen US-Dollar in die Smart-Contract-Plattform und kaufte wenige Tage später weitere 10.000 Token für rund 16 Millionen US-Dollar.
Die Barreserven des Unternehmens stiegen von 28 Millionen US-Dollar im Dezember 2025 auf nun 56 Millionen US-Dollar. An der Börse sorgten die Quartalszahlen dennoch für Ernüchterung, da die SharpLink-Aktie am Montag um 3,9 Prozent nachgab und damit ihren Jahresverlust auf 30 Prozent ausweitete.


