Satsuma liquidiert Bitcoin-Treasury: 43 Millionen US-Dollar werden verkauft
Die Aktionäre von Satsuma Technology haben beschlossen, alle verbleibenden Bitcoins zu verkaufen und die Firma aufzulösen.
Das britische Unternehmen Satsuma Technology löst seine vollständige Bitcoin-Position auf und stellt den Betrieb ein. Über 90 Prozent der Aktionäre stimmten kürzlich dafür, die verbleibenden 668 BTC im Wert von rund 43,5 Millionen US-Dollar zu veräußern. Zudem wird die Listung an der London Stock Exchange beendet, womit ein vielbeachtetes Treasury-Experiment nach weniger als einem Jahr scheitert.
Vom KI-Start-up zur Bitcoin-Schatzkammer
Ursprünglich agierte das Unternehmen unter dem Namen TAO Alpha als Spezialist für Künstliche Intelligenz. Im August 2025 folgte ein Rebranding zu Satsuma sowie die Ernennung von Mark Moss zum Chief Bitcoin Strategist.
In einer anschließenden Finanzierungsrunde sammelte die Firma rund 218 Millionen US-Dollar durch Wandelanleihen ein. Prominente Investoren wie ParaFi Capital, Pantera Capital und Kraken beteiligten sich an der Kapitalspritze.
Ein erheblicher Teil dieses Kapitals floss direkt in die größte Kryptowährung der Welt. So steuerten die Anleger 1.097 BTC bei, anstatt ausschließlich auf Fiat-Geld zu setzen.
Krypto-Winter erzwingt den Absturz
Der anfängliche Erfolg der Strategie war nur von kurzer Dauer. Nachdem das digitale Gold im Oktober 2025 ein Allzeithoch von 126.000 US-Dollar markiert hatte, folgte ein langanhaltender Preisverfall am Gesamtmarkt.
Dieser Krypto-Winter zog auch den Aktienkurs von Satsuma massiv nach unten. Bereits im Dezember 2025 musste das Management erste Vermögenswerte veräußern, um die Zahlungsfähigkeit zu garantieren.
Damals wurden 579 BTC für knapp 40 Millionen Britische Pfund verkauft. Mit den Erlösen sollten Gläubiger bedient werden, die ihre Schulden zum Jahresende nicht in Unternehmensanteile umwandeln wollten.
Aktionäre erzwingen Liquidation
Anfang 2026 spitzte sich die Lage weiter zu, als der Finanzchef und kurz darauf der CEO das Unternehmen verließen. Bis April hatte die Aktie über 99 Prozent ihres Wertes eingebüßt und notierte nur noch im Cent-Bereich.
Pantera Capital, das rund 6,7 Prozent der Anteile hielt, drängte daraufhin öffentlich auf eine vollständige Abwicklung. Das Hauptargument der Investoren: Die Marktkapitalisierung der Firma war unter den Wert der in der Bilanz gehaltenen Kryptowährungen gefallen.
Obwohl vier der sechs Vorstandsmitglieder gegen die Auflösung stimmten, setzten sich die Aktionäre mit großer Mehrheit durch. Nach Abzug der Abwicklungskosten werden die Investoren voraussichtlich nur noch einen Bruchteil ihres ursprünglich eingesetzten Kapitals zurückerhalten.


