Ripple-Partner SBI übernimmt Bitbank für 289 Millionen US-Dollar
Der japanische Finanzriese SBI übernimmt die Krypto-Börse Bitbank und stärkt damit das asiatische Ripple-Ökosystem.
Der langjährige Ripple-Partner SBI Holdings übernimmt die führende japanische Krypto-Börse Bitbank für rund 289 Millionen US-Dollar. Durch diesen strategischen Zukauf steigt das asiatische Finanzunternehmen zum größten Verwalter digitaler Vermögenswerte in Japan auf.
Japans neuer Krypto-Gigant entsteht
Die Übernahme im Wert von 46,7 Milliarden Yen erfolgt in mehreren Phasen. Zunächst erwirbt eine SBI-Tochtergesellschaft die Anteile von Gründer Noriyuki Hirosue. Später im Jahr folgen die Bestände der Großinvestoren MIXI und Ceres.
Nach Abschluss der Transaktion verschmilzt Bitbank mit den bestehenden Strukturen von SBI. Gemeinsam mit der hauseigenen Plattform SBI VC Trade verwaltet der Konzern künftig mehr als 7 Milliarden US-Dollar an Kundengelder.
Mit 2,92 Millionen registrierten Konten überholt die Gruppe damit heimische Konkurrenten wie bitFlyer und Coincheck. SBI zementiert durch diesen Schritt seine Vorherrschaft im regulierten japanischen Markt.
Strategischer Schub für das XRP-Ökosystem
Der Milliarden-Zukauf hat direkte Auswirkungen auf das Netzwerk von Ripple. Seit der Gründung des Joint Ventures SBI Ripple Asia im Jahr 2016 treiben beide Unternehmen grenzüberschreitende Zahlungslösungen im asiatisch-pazifischen Raum voran.
SBI-Chef Yoshitaka Kitao gilt als einer der wichtigsten institutionellen Fürsprecher für den XRP-Token. Die firmeneigene Handelsplattform zählte zu den ersten Anbietern des Landes, die die sechstgrößte Kryptowährung sowie den neuen Stablecoin RLUSD gelistet haben.
Japan als Vorreiter für Ripple-Zahlungen
Durch die Integration von Bitbank entsteht eine noch breitere Basis für die Adaption der Ripple-Infrastruktur. Dies reiht sich in aktuelle Entwicklungen ein, wie etwa die jüngst vom Mobile-Gaming-Unternehmen gumi vorgestellte XRP-Strategie mit einem Volumen von 86 Millionen US-Dollar.
Solche institutionellen Initiativen stärken die Rolle Japans als einen der wichtigsten Kernmärkte für das digitale Asset. Dank klarer regulatorischer Rahmenbedingungen könnte die Nutzung von Blockchain-basierten Zahlungssystemen dort nun weiter an Fahrt aufnehmen.


