OCEAN-Mining-Pool leitet Bitcoin-Hashrate um: Nutzer fordern Konsequenzen
Der Mining-Pool OCEAN leitete heimlich Bitcoin-Hashrate um. Miner fordern nun den Rauswurf der Führungsriege.
Der Bitcoin-Mining-Pool OCEAN sieht sich massiver Kritik ausgesetzt, nachdem Nutzer-Hashrate ohne Zustimmung auf die gescheiterte BIP-110-Chain umgeleitet wurde. Der Vorfall dauerte rund 18 Stunden an und löste in der Krypto-Community sofortige Forderungen nach personellen Konsequenzen auf Führungsebene aus.
Kontrolle über Block-Templates umgangen
OCEAN räumte ein, dass Miner trotz Auswahl der regulären Templates auf die umstrittene BIP-110-Fork geleitet wurden. Dies widerspricht dem eigenen Versprechen des Pools, Minern die volle Kontrolle über die Block-Templates zu überlassen.
Blockstream-CEO Adam Back kritisierte das Vorgehen scharf und bezeichnete es als inakzeptabel. Er forderte, die entstandenen finanziellen Verluste direkt vom Gehalt des OCEAN-Mitbegründers Luke Dashjr abzuziehen.
Die Gruppierung hinter der BIP-110-Chain, bekannt als Roughnecks, hat ihre Bemühungen mittlerweile komplett eingestellt. Sie rief die verbleibenden Netzwerkteilnehmer dazu auf, die Minderheits-Chain nicht weiter zu unterstützen.
Absturz der Rechenleistung offenbart Vertrauensverlust
Als Reaktion auf den Vorfall verzeichnete der Pool einen massiven Einbruch der Nutzerzahlen. Die gemeldete Hashrate von OCEAN fiel um mehr als 96 Prozent.
Die Kontroverse entfacht eine neue Debatte über die Machtverteilung bei großen Mining-Pools. Obwohl einzelne Miner ihre eigene Hardware besitzen, bestimmen die Pools oft darüber, welche Transaktionen aufgenommen und welche Netzwerke unterstützt werden.
Parallel zu den internen Governance-Konflikten zeigt sich der Krypto-Markt unentschlossen. Die größte Kryptowährung notiert aktuell bei rund 65.000 US-Dollar und spiegelt damit die allgemeine Unsicherheit im Sektor für digitale Vermögenswerte wider.


