JPMorgan: Bitcoin-Zyklus hängt von MicroStrategy und CLARITY Act ab
JPMorgan macht die kommende Marktentwicklung von Bitcoin stark von MicroStrategys Reserven und US-Regulierung abhängig.
Analysten von JPMorgan prognostizieren, dass die Stimmung am Kryptomarkt in der zweiten Jahreshälfte konservativer werden könnte. Die zukünftige Entwicklung des digitalen Goldes hängt laut dem Bericht maßgeblich von MicroStrategys Bitcoin-Strategie und der möglichen Verabschiedung des CLARITY Acts ab.
MicroStrategys Bitcoin-Reserven im Fokus
Ein kürzlicher, symbolischer Verkauf von 32 BTC durch MicroStrategy hat den Markt laut dem JPMorgan-Analysten Nikolaos Panigirtzoglou spürbar beunruhigt. Investoren befürchten weitere Verkäufe der größten Kryptowährung, um laufende Dividendenverpflichtungen zu bedienen.
Aktuell verfügt das Softwareunternehmen über US-Dollar-Reserven für rund 6,3 Monate. JPMorgan betont, dass ein Wiederaufbau dieser Barreserven essenziell sei, um das Vertrauen der Anleger zu stärken und Sorgen vor erzwungenen Liquidationen zu mindern.
Trotz dieser Bedenken rechnet die US-Bank mit weiteren massiven Zukäufen. Die Analysten prognostizieren, dass die Akkumulation von BTC durch das Unternehmen ein Volumen von bis zu 32 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
Auch Michael Saylor, Gründer von MicroStrategy, deutete am Wochenende auf der Plattform X weitere Käufe an. Er beschrieb den aktuellen Zeitpunkt öffentlich als gute Gelegenheit, um die Bestände weiter aufzustocken.
CLARITY Act und institutionelle Zuflüsse
Ein weiterer entscheidender Faktor für den Marktzyklus ist die regulatorische Klarheit in den Vereinigten Staaten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der sogenannte CLARITY Act noch in diesem Jahr verabschiedet wird, stuft JPMorgan mittlerweile auf unter 50 Prozent ein.
Gründe für diesen Rückgang seien politische Unsicherheiten im Vorfeld der US-Zwischenwahlen sowie ungelöste legislative Fragen zu Stablecoin-Renditen.
Aufgrund dieser Unsicherheiten revidierte die Bank ihre Schätzung für diesjährige institutionelle Zuflüsse in digitale Vermögenswerte auf 22 Milliarden US-Dollar nach unten. Da der Bitcoin-Kurs jedoch zuletzt unter seinen geschätzten Produktionskosten gehandelt wurde, werten die Experten die aktuell schwache Marktstimmung als bullisches Kontraindikator-Signal.


