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Japanische Unternehmen kaufen massiv Bitcoin und XRP wegen Yen-Schwäche

Der schwache Yen treibt Japans Unternehmen in Kryptowährungen, um Aktionäre mit Bitcoin und XRP zu belohnen.

7. Juli 2026 · 12:01 · 2 Min. Lesezeit
Bitcoin und XRP Münzen neben japanischen Yen-Banknoten vor einem aufsteigenden Kurs-Chart

Der anhaltende Wertverlust des japanischen Yen zwingt heimische Unternehmen zum strategischen Umdenken. Laut einem aktuellen Bericht der Krypto-Börse SBI VC Trade akkumulieren Firmen derzeit massiv Bitcoin und XRP, um diese als Boni und Dividenden an ihre Aktionäre auszuschütten.

Kryptowährungen als strategische Unternehmensreserve

Bislang galten Kryptowährungen in Japan primär als Anlageklasse für private Trader. Die stark schwächelnde Landeswährung treibt nun jedoch zunehmend institutionelle Akteure in den Markt, um Kapital zu schützen und Unternehmensreserven zu diversifizieren.

Über den Premium-Service SBIVC for Prime erwerben die Konzerne das digitale Gold sowie den nativen Token von Ripple allerdings nicht für klassische Kursspekulationen. Vielmehr etablieren die Firmen eine neue Praxis, bei der digitale Assets in Treueprogramme für Anteilseigner integriert werden.

Zusätzlich nutzen viele dieser Unternehmen die Staking-Dienstleistungen der Börse. Dies verschafft den Firmen eine zusätzliche Quelle für passives Einkommen in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld.

SBI Holdings peilt die Marktführerschaft an

Die verstärkte institutionelle Krypto-Adoption spiegelt sich direkt in den Nutzerzahlen der Handelsplattform wider. Anfang Juli durchbrach SBI VC Trade die Marke von zwei Millionen registrierten Konten.

Dieser Meilenstein ist auch das Resultat einer aggressiven Marktkonsolidierung nach der Übernahme der Plattform BITPoint Japan im April. Das klare Ziel des Mutterkonzerns SBI Holdings ist es, den langjährigen Konkurrenten Coincheck mit seinen 2,62 Millionen Konten zu überholen und zur größten Krypto-Börse des Landes aufzusteigen.

Blockchain-Offensive mit Ripple

Parallel dazu baut der Finanzgigant seine Präsenz im florierenden Stablecoin-Markt aus. Erst im vergangenen Monat startete das Unternehmen den regulierten Handel mit dem an den US-Dollar gekoppelten Token RLUSD sowie dem Yen-Trust-Token JPYSC.

Diese tiefe Integration der Ripple-Technologie fußt auf dem langjährigen Joint Venture SBI Ripple Asia. Das Gemeinschaftsunternehmen arbeitet strategisch daran, den 30 Billionen Yen schweren japanischen Markt für Prepaid-Zahlungen auf die Blockchain zu verlagern.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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