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Hyundai schließt Pilotprojekt für internationale USDT-Zahlungen ab

Der Autobauer Hyundai hat erfolgreich internationale Treasury-Zahlungen mit dem Stablecoin Tether (USDT) getestet.

13. Juli 2026 · 16:56 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Tether-Münze vor einem digitalen Chart und dem Unternehmenslogo des Autobauers Hyundai

Der Automobilhersteller Hyundai hat ein Pilotprojekt zur Abwicklung grenzüberschreitender Treasury-Zahlungen mit dem Stablecoin Tether (USDT) erfolgreich abgeschlossen. Zwischen den Tochtergesellschaften in den USA und Mexiko wurde eine Zahlung über 20.000 US-Dollar in rund sieben Minuten abgewickelt.

USDT-Transaktion auf der Avalanche-Blockchain

Für den Proof-of-Concept wandelte Hyundai Motor America die Fiat-Mittel zunächst in die an den US-Dollar gekoppelte Kryptowährung um. Anschließend erfolgte der Transfer über die Avalanche-Blockchain an Hyundai Motor Mexico, wo die Token unmittelbar wieder in Fiatgeld getauscht wurden.

Laut Tether dauerte der gesamte Verifizierungs- und Transferprozess lediglich sieben Minuten. Herkömmliche Banküberweisungen nehmen für dieselbe Strecke oft drei bis vier Stunden oder in manchen Fällen sogar mehrere Tage in Anspruch.

Infrastruktur und regulatorische Konformität

Die technische Abwicklung des Krypto-Transfers lief über die Settlement-Infrastruktur von Axiym. Gleichzeitig übernahm Hyundai Card die Strukturierung der Überweisung und stellte die strikte Einhaltung regulatorischer, buchhalterischer und operativer Vorgaben sicher.

Das Pilotprojekt sollte gezielt evaluieren, ob sich Blockchain-Zahlungen nahtlos in bestehende Corporate-Treasury-Abläufe integrieren lassen, ohne Compliance-Prozesse zu gefährden. In der nächsten Phase wollen die beteiligten Unternehmen die Tests auf weitere Zahlungskorridore und lokale Währungen ausweiten.

Wachsendes Interesse an wertstabilen Token im B2B-Sektor

Die Verwaltung von Unternehmensgeldern entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Anwendungsfälle für Stablecoins. Bereits im April integrierte der Softwareanbieter Kyriba den Konkurrenz-Token USDC von Circle in seine Plattform für Liquiditätsmanagement.

Marktdaten belegen diesen institutionellen Trend eindrucksvoll. Laut einem Bericht des Krypto-Dienstleisters Bitso Business stieg das Transaktionsvolumen von Stablecoins auf seiner Plattform im Jahresvergleich um 81 Prozent. Angetrieben wird dieses Wachstum primär durch die steigende Nachfrage nach Echtzeit-Settlements.

Zudem zeigt eine aktuelle Umfrage des Analyseunternehmens Paybis, dass 22,5 Prozent der befragten Firmen digitale Leitwährungen für internationale Zahlungen bereits nutzen oder dies zeitnah planen. Schätzungen von McKinsey zufolge machen Business-to-Business-Transaktionen mittlerweile rund 60 Prozent des weltweiten Stablecoin-Zahlungsvolumens aus.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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