Ethereum-Entwickler schlagen mit EIP-8361 sinkende Staking-Rewards vor
Ein neues Proposal soll die Staking-Rewards bei Ethereum drastisch senken, sobald 50 Prozent aller ETH gebunden sind.
Ethereum-Entwickler haben einen neuen Vorschlag eingereicht, der die Belohnungen für Validatoren im Netzwerk schrittweise reduzieren soll. Das als EIP-8361 bekannte Proposal führt einen Mechanismus ein, der Staking-Anreize drosselt, sobald etwa die Hälfte aller im Umlauf befindlichen Ether (ETH) aktiv gestaked wird.
EIP-8361 verändert das Validator-Modell
Eine Gruppe bekannter Ethereum-Forscher, darunter Justin Drake, legte den Entwurf kürzlich der Community zur Überprüfung vor. Der sogenannte Tapered Issuance Burn sieht vor, einen Teil der Belohnungen für Validatoren systematisch zu verbrennen.
Diese Verbrennungsrate soll proportional zur Staking-Quote der zweitgrößten Kryptowährung ansteigen. Sobald rund 60,25 Millionen ETH – etwa die Hälfte des aktuellen Gesamtangebots – gestaked sind, würde die Burn-Rate 100 Prozent erreichen.
Damit sinken die Renditen für Validatoren kontinuierlich, anstatt auf einem festen Mindestniveau zu verweilen. Bislang bietet das Netzwerk selbst dann noch eine Rendite von rund 1,5 Prozent, wenn fast alle Token im Staking-Protokoll gebunden wären.
Langer Übergang für das Smart-Contract-Netzwerk
Um abrupte Änderungen zu vermeiden, sieht der Entwurf eine 18-monatige Übergangsphase vor. In dieser ersten Phase wird der Basis-Belohnungsfaktor zunächst verdoppelt, bevor er schrittweise wieder auf das aktuelle Niveau absinkt.
Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Renditen der Validatoren zunächst stabil bleiben, während das neue Ausgabemodell implementiert wird. Die jährliche Neuemission der Altcoin soll bei einer Staking-Quote von 20 Prozent ihren Höhepunkt erreichen und danach in Richtung null fallen.
Aktuell befindet sich bereits mehr als ein Drittel des gesamten ETH-Angebots im Staking. Prognosen der Entwickler gehen davon aus, dass bis Januar 2028 über 70 Millionen Token gestaked sein könnten, falls die Nachfrage anhält.


