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Ethereum-Angebot im Minus: Daten erreichen FTX-Crash-Niveau

Die unrealisierten Verluste bei Ethereum haben ein historisches Niveau erreicht, das an den FTX-Kollaps von 2022 erinnert.

18. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Roter Abwärts-Chart auf einem digitalen Display mit einer physischen Ethereum-Münze im Vordergrund

Die jüngsten Kursrückgänge haben einen Großteil des zirkulierenden Ethereum-Angebots in die Verlustzone gedrückt. Laut aktuellen On-Chain-Daten von Glassnode befinden sich die unrealisierten Verluste der ETH-Halter nun auf einem Niveau, das zuletzt während der Marktkapitulation nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im November 2022 verzeichnet wurde.

Angebot im Minus als Kapitulationssignal

Die Metrik zur Bestimmung des Angebots im Minus analysiert die Menge an Ether, die unter ihrem ursprünglichen Kaufpreis auf der Blockchain gehalten wird. Ein starker Anstieg dieses Wertes deutet darauf hin, dass viele Anleger auf unrealisierten Verlusten sitzen.

Dieser Zustand tritt häufig nach einer drastischen Marktkorrektur auf. Analysten werten solche Phasen oft als Zeichen für eine mögliche Bodenbildung, da Verkäufer zunehmend erschöpft sind.

Parallelen zum FTX-Tiefpunkt von 2022

Der aktuelle Vergleich mit der Post-FTX-Phase ist für Marktbeobachter von besonderer Bedeutung. Der November 2022 markierte einen der härtesten Stimmungseinbrüche in der jüngeren Krypto-Geschichte.

Damals führten erzwungene Verkäufe und weitreichende Ängste zu einer extremen Marktbereinigung. Letztendlich bildete diese schmerzhafte Phase jedoch das Fundament für die darauf folgende Erholung der zweitgrößten Kryptowährung.

Keine Garantie für eine sofortige Trendwende

Trotz der historischen Parallelen ist ein hoher Anteil an unprofitablen Positionen kein sicherer Indikator für einen unmittelbaren Rebound. Die aktuelle Marktstruktur, die Liquidität und das makroökonomische Umfeld unterscheiden sich deutlich von den Bedingungen vor zwei Jahren.

Vielmehr zeigt die Metrik an, dass das Abwärtspotenzial sinkt, da spekulative Anleger den Markt bereits verlassen haben. Für eine nachhaltige Erholung benötigt das Netzwerk nun eine Bestätigung durch strukturelle Kursanstiege und das Zurückerobern wichtiger Preisniveaus.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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