Bitcoin und Ethereum starten mit weniger Liquidität ins dritte Quartal
Nach massiven Liquidationen im zweiten Quartal starten Bitcoin und Ethereum mit ausgedünnter Liquidität in das neue Quartal.
Der Krypto-Markt startet mit bereinigten Hebelpositionen, aber einer deutlich geringeren Liquidität in das dritte Quartal. Nach einer massiven Liquidationswelle bei Bitcoin und Ethereum ist das spekulative Kapital gesunken, während gleichzeitig die Nachfrage durch ETFs nachlässt.
Milliarden-Liquidationen bei Bitcoin und Ethereum
Im zweiten Quartal wurden Long-Positionen der beiden größten Kryptowährungen im Wert von 8,35 Milliarden US-Dollar liquidiert. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des institutionellen Datenanbieters Talos hervor.
Das sogenannte Open Interest für das digitale Gold fiel infolgedessen um 32 Prozent auf 33,5 Milliarden US-Dollar. Bei der führenden Smart-Contract-Plattform verringerte sich dieser Wert sogar um 40 Prozent auf 16,2 Milliarden US-Dollar.
Geringere Marktliquidität erhöht die Volatilität
Obwohl der Abbau von Hebeln den Markt theoretisch stabilisiert, warnt Talos vor einer ausgedünnten Orderbuch-Tiefe. Das bedeutet, dass die Börsen aktuell weniger widerstandsfähig gegenüber plötzlichem Verkaufsdruck sind.
Die Orderbuch-Tiefe von zwei Prozent fiel bei BTC von rund 70 Millionen US-Dollar im Mai auf 35 bis 40 Millionen US-Dollar Ende Juni. Zudem brach das Handelsvolumen am Spotmarkt im Quartalsvergleich um 28 Prozent auf 2,32 Billionen US-Dollar ein.
ETF-Abflüsse und schwächelnde Großinvestoren
Bereits gegen Ende des zweiten Quartals zeigten sich deutliche Schwächen bei der institutionellen Nachfrage. US-Spot-ETFs verzeichneten allein im Juni Abflüsse in Höhe von rund 4,5 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig drosselten institutionelle Käufer wie das Unternehmen Strategy ihre Akkumulation drastisch. Während im April noch über 50.000 BTC erworben wurden, sank diese Zahl im Juni auf lediglich 3.600 Einheiten.


