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Bitcoin steigt über 63.000 US-Dollar: Schwacher Yen befeuert Rally

Ein historisch schwacher Yen macht Carry Trades lukrativ und beflügelt laut Goldman Sachs den aktuellen Bitcoin-Kurs.

6. Juli 2026 · 08:11 · 2 Min. Lesezeit
Bitcoin-Münze vor einem Kurs-Chart mit aufsteigender Kurve und dem Symbol des japanischen Yen.

Bitcoin hat die Marke von 63.000 US-Dollar zurückerobert und verzeichnet eine deutliche Erholung. Treibende Kraft hinter diesem Kursanstieg ist laut Experten der US-Bank Goldman Sachs der extrem schwache japanische Yen, der in Kombination mit der globalen Liquidität sogenannte Carry Trades begünstigt.

Goldman Sachs prognostiziert weiteren Yen-Verfall

Goldman Sachs hat seine Prognosen für die japanische Währung drastisch nach unten korrigiert. Die Analysten erwarten nun, dass das Währungspaar USD/JPY innerhalb eines Jahres auf 165 steigen könnte.

Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der großen Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan. Während die US-Notenbank Fed das Zinsniveau hoch hält, geht die Bank of Japan bei geldpolitischen Straffungen nur sehr zögerlich vor.

Zuletzt fiel der Yen auf ein 40-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar. Die steigenden Renditen für US-Staatsanleihen und der steuerliche Druck in Japan belasten die Landeswährung zusätzlich.

Wie Carry Trades die größte Kryptowährung beflügeln

Ein anhaltend schwacher Yen macht Carry Trades für Investoren äußerst attraktiv. Bei dieser Strategie leihen sich Anleger Kapital in der günstigen japanischen Währung, um es in renditestärkere Risikoanlagen wie das digitale Gold zu investieren.

Ein weiterer Wertverlust des Yen erhöht die Profitabilität dieser Geschäfte, da die relativen Rückzahlungskosten sinken. Dies fördert den Aufbau von gehebelten Positionen am Krypto-Markt und stützt die aktuelle Kursentwicklung von BTC.

Japanisches Pensionskapital fließt in den Krypto-Markt

Neben den Währungseffekten sorgt auch die fortschreitende Adaption in Asien für mittelfristigen Aufwind. Der nationale Unternehmenspensionsfonds Japans plant, ab dem Fiskaljahr 2026 in digitale Vermögenswerte zu investieren.

Zugleich treiben die japanischen Aufsichtsbehörden wirtschaftsfreundliche Gesetze voran. Eine geplante Senkung der Steuer auf Krypto-Gewinne auf 20 Prozent könnte die Attraktivität des Standorts für Investoren massiv erhöhen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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