Bitcoin steigt auf 63.200 US-Dollar trotz Inflation und Iran-Krise
Bitcoin ignoriert geopolitische Spannungen sowie US-Inflationsdaten und klettert über die 63.000-Dollar-Marke.
Bitcoin hat am Donnerstag die Marke von 63.000 US-Dollar zurückerobert und auf der Börse Bitstamp ein lokales Tageshoch von 63.200 US-Dollar erreicht. Der jüngste Kursanstieg erfolgt trotz massiver makroökonomischer Gegenwinde, darunter die höchste US-Erzeugerpreisinflation seit Oktober 2022 und die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran.
Geopolitische Spannungen und Ölpreis-Schock
Die Sperrung der strategisch wichtigen Ölinfrastruktur im Nahen Osten hat den Preis für US-WTI-Rohöl auf über 91 US-Dollar pro Barrel getrieben. US-Präsident Donald Trump reagierte mit scharfer Rhetorik und drohte mit weitreichenden Gegenschlägen auf iranische Ölanlagen, wie etwa die Insel Charg.
Trotz dieser geopolitischen Eskalation zeigte sich das digitale Gold unbeeindruckt von den wachsenden Unsicherheiten auf den Weltmärkten. Das Handelsunternehmen QCP Capital betonte in einer aktuellen Marktanalyse, dass Investoren derzeit gezwungen seien, sowohl militärische Eskalationsrisiken als auch mögliche Energieausfälle gleichzeitig einzupreisen.
Diese Kombination versetze Risikoanlagen laut den Analysten in eine schwierige Lage. Anleger geraten demnach zwar nicht in Panik, halten sich aber aufgrund der volatilen Nachrichtenlage mit neuen Marktpositionierungen zurück.
BTC-Kurs trotzt anhaltendem Inflationsdruck
Parallel zu den globalen Krisenherden belasteten auch neue Wirtschaftsdaten aus den USA die Stimmung. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) bestätigte am Donnerstag, dass der US-Erzeugerpreisindex (PPI) im Jahresvergleich den stärksten Anstieg seit fast vier Jahren verzeichnete.
Die Kerninflation für die Endnachfrage ohne Nahrungsmittel und Energie stieg in den letzten zwölf Monaten um 5,1 Prozent. Bereits am Mittwoch hatte der US-Verbraucherpreisindex (CPI) mit einem Plus von 4,2 Prozent den höchsten Wert seit April 2023 markiert.
Obwohl eine hohe Inflation und damit verbundene Zinssorgen traditionell als bärisches Signal für Krypto-Assets gelten, konnte die größte Kryptowährung diese makroökonomischen Hürden vorerst abschütteln. Marktbeobachter richten den Fokus nun auf verbleibende Lücken im Futures-Markt der CME Group, die als potenzielle Ziele für weitere Kursanstiege dienen könnten.


