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Bitcoin signalisiert Marktkorrektur: Bitwise warnt vor Risk-Off-Phase

Bitwise sieht Bitcoin als Frühindikator für Marktkorrekturen, während hohe Stablecoin-Reserven Kaufkraft signalisieren.

9. Juni 2026 · 18:06 · 2 Min. Lesezeit
Ein Chart, der den fallenden Bitcoin-Kurs im Vergleich zur wachsenden globalen M2-Liquidität zeigt

Bitcoin fungiert derzeit als Frühindikator für einen breiteren Abschwung an den Finanzmärkten. Laut einer aktuellen Analyse des Vermögensverwalters Bitwise führt die größte Kryptowährung eine globale Bewegung weg von Risikoanlagen an.

Der Kurs der digitalen Leitwährung ist zuletzt deutlich von seinen Höchstständen zurückgewichen und wird aktuell bei rund 62.000 US-Dollar gehandelt. Dieser Rücksetzer geschieht paradoxerweise in einer Zeit, in der die globale Liquidität weiter ansteigt.

Divergenz zwischen Liquidität und Kursentwicklung

Ein Blick auf die Geldmenge M2 verdeutlicht eine wachsende Kluft. Die globale Liquidität ist im vergangenen Jahr stetig auf rund 122,6 Billionen US-Dollar geklettert.

Während Aktienmärkte wie der Nasdaq oft von dieser Liquidität profitieren, hat BTC bereits eine signifikante Preiskorrektur hinter sich. Die Analysten von Bitwise schlussfolgern daraus, dass das digitale Gold im aktuellen Anpassungsprozess den traditionellen Aktienmärkten voraus sein könnte.

Sollte sich das makroökonomische Umfeld später im Zyklus aufhellen, könnte die Kryptowährung von ihrer frühen Korrektur profitieren.

Stablecoin-Reserven deuten auf massive Kaufkraft hin

Trotz des jüngsten Preisverfalls zeichnen On-Chain-Daten ein positives Bild für die Marktliquidität. Der unabhängige Analyst Maartunn verweist auf den Relative Strength Index (RSI) der Stablecoin Supply Ratio (SSR).

Dieser Indikator ist auf einen überverkauften Wert von 13 gefallen. Die SSR setzt die Marktkapitalisierung von Bitcoin ins Verhältnis zum Wert großer Stablecoins wie Tether (USDT) und USDC.

Ein niedriger SSR-Wert signalisiert, dass die Stablecoin-Bestände im Vergleich zur Bitcoin-Bewertung unverhältnismäßig hoch sind. Dies deutet auf beträchtliche Kaufkraft hin, die derzeit noch an der Seitenlinie wartet.

Historisch hohe Kapitalreserven auf den Börsen

Historisch betrachtet traten ähnliche SSR-Werte oft in Akkumulationszonen auf. Sobald die Liquidität in den Markt zurückkehrte, folgten in der Regel Phasen starker Kursgewinne.

Zudem untermauern die Währungsreserven auf den Kryptobörsen dieses Szenario. Die kombinierten Bestände der wichtigsten Stablecoins belaufen sich aktuell auf knapp 72 Milliarden US-Dollar.

Mit 57,7 Milliarden US-Dollar macht Tether dabei den Löwenanteil aus. Obwohl dieser Gesamtwert leicht unter den jüngsten Höchstständen liegt, bleibt enorm viel Kapital auf den Börsen positioniert, während BTC am unteren Ende seiner Handelsspanne verweilt.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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