Bitcoin-Pool Foundry lässt Miner über umstrittenes BIP-110 abstimmen
Der größte Bitcoin-Mining-Pool Foundry lässt seine Nutzer über die Einschränkung von Daten-Transaktionen abstimmen.
Foundry USA, der weltweit größte Bitcoin-Mining-Pool, hat seine Kunden dazu aufgerufen, über das Bitcoin Improvement Proposal 110 (BIP-110) abzustimmen. Bis Anfang August können die Miner entscheiden, ob das Netzwerk den Speicherplatz für nicht-monetäre Transaktionen einschränken soll.
Was das BIP-110 für das Netzwerk bedeutet
Der Entwurf sieht einen Soft Fork vor, der die speicherbare Datenmenge innerhalb einer Transaktion verringert. Damit zielt die Initiative direkt auf die Begrenzung von Protokollen wie Ordinals ab, die das Netzwerk zuletzt stark mit Datenmüll belastet haben.
Foundry stellt seinen Kunden begleitend umfangreiches Schulungsmaterial zur Verfügung, um eine informierte Entscheidung zu gewährleisten. Die Abstimmungsphase endet exakt bei Block 961.632.
Gegenwind von bekannten Branchengrößen
Das Vorhaben stößt in der Krypto-Community auf deutliche Kritik. Adam Back, CEO von Blockstream, warnt davor, dass durch das Update im schlimmsten Fall Nutzergelder eingefroren werden könnten.
Auch Michael Saylor, Executive Chairman von MicroStrategy, schließt sich den Bedenken an. Er befürchtet, dass das BIP-110 gewöhnliche Zahlungsvorgänge auf der Blockchain ungültig machen könnte.
Die Marktmacht von Foundry USA
Das Ergebnis der Abstimmung hat erhebliches Gewicht für die größte Kryptowährung. Laut Daten des Analyseanbieters Hashrate Index vereint Foundry derzeit rund 23,8 Prozent der gesamten Rechenleistung auf sich.
Sollte sich der Branchenprimus für das Upgrade aussprechen, dürfte dies eine starke Signalwirkung für andere Marktteilnehmer haben. Die Kunden von Foundry können ihre Stimme über einen speziellen Link einreichen.


