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Bitcoin notiert unter Mining-Kosten: JPMorgan sieht Miner-Druck

Bitcoin notiert laut JPMorgan seit fünf Monaten unter den Produktionskosten, was Krypto-Miner zu massiven Verkäufen zwingt.

19. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Physische Bitcoin-Münze auf einem roten absteigenden Kurs-Chart neben leuchtender Mining-Hardware

Bitcoin notiert seit nunmehr fünf Monaten kontinuierlich unter seinen Produktionskosten. Einem aktuellen Bericht der US-Bank JPMorgan zufolge belaufen sich die Ausgaben für das Schürfen auf rund 78.000 US-Dollar pro Coin.

Bei einem aktuellen Marktkurs von etwa 62.500 US-Dollar gerät die Industrie dadurch massiv unter Druck. Die Situation zwingt viele Netzwerk-Teilnehmer zu strategischen Notverkäufen.

Miner kapitulieren und veräußern Reserven

Die finanzielle Belastung zeigt deutliche Spätfolgen für die gesamte Branche. Laut herangezogenen Daten von CoinShares arbeiten derzeit etwa 20 Prozent der Miner unprofitabel.

Um die laufenden Betriebskosten zu decken, griffen börsennotierte Mining-Unternehmen zu drastischen Maßnahmen. Allein im ersten Quartal stießen sie mehr als 32.000 BTC ab.

Netzwerk-Difficulty und Hashrate sinken

Das zugrundeliegende Netzwerk der größten Kryptowährung reagiert automatisch auf die veränderte Marktlage. Fällt der Kurs unter die Produktionskosten, nehmen unrentable Betreiber ihre Hardware vom Netz.

Dies führt zu einem Rückgang der globalen Rechenleistung, der sogenannten Hashrate. Infolgedessen passt der Algorithmus die Mining-Schwierigkeit (Difficulty) automatisch nach unten an.

Ein deutliches Beispiel hierfür lieferte der Markt Anfang Juni. Die Schwierigkeit fiel um 10 Prozent und markierte damit bereits den zweiten großen Rückgang dieser Größenordnung im laufenden Jahr.

JPMorgan sieht bullisches Signal im Pessimismus

Laut den Analysten von JPMorgan reagieren die Schürfer des digitalen Goldes heute wesentlich dynamischer auf Preisschwankungen als in der Vergangenheit. Betreiber nahe der Gewinnschwelle schalten ihre Maschinen gezielt ein und aus, sobald sich die Kurse bewegen.

Trotz der angespannten Lage erkennen die Bankexperten einen möglichen Lichtblick für Anleger. Die aktuell gedrückte Stimmung im Sektor könnte sich als bullisches Kontrasignal erweisen.

Parallelen zeigen sich bereits in aktuellen On-Chain-Daten. Anhaltende Käufe durch Großinvestoren und sinkende Bitcoin-Reserven auf den Kryptobörsen deuten auf eine aktive Akkumulationsphase hin.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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