Bitcoin-Miner im Portfolio: Hedgefonds sucht nach KI-Abverkauf neues Kapital
Der Hedgefonds Situational Awareness benötigt nach herben Verlusten bei KI- und Bitcoin-Mining-Aktien frisches Kapital.
Der Hedgefonds Situational Awareness hat sich nach massiven Verlusten im Zuge des jüngsten KI-Abverkaufs an Investoren und Kreditgeber gewandt, um neues Kapital zu beschaffen. Der von Ex-OpenAI-Forscher Leopold Aschenbrenner gegründete Fonds hielt zuletzt Positionen in Bitcoin-Mining-Unternehmen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar.
Hebelwirkung vergrößert Verluste
Laut einem Bericht der Financial Times führten gehebelte Positionen dazu, dass der Fonds während des Markteinbruchs im Juli besonders hart getroffen wurde. Zuvor hatte Situational Awareness bis Ende Juni noch astronomische Gewinne von 439 Prozent verzeichnet.
Nun bietet das Unternehmen einigen Investoren offenbar an, Teile des Portfolios direkt abzukaufen. Die genaue Höhe der Verluste sowie der benötigten Kapitalspritze wurden bislang nicht öffentlich bekannt gegeben.
Milliarden-Wette auf Bitcoin-Miner
Ein zentraler Bestandteil der Anlagestrategie war eine groß angelegte Wette auf die Infrastruktur hinter künstlicher Intelligenz. Dazu zählten insbesondere Akteure aus dem Ökosystem der größten Kryptowährung, die ihre Rechenzentren zunehmend für KI-Zwecke umrüsten.
Aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC ging im März hervor, dass der Fonds rund 1,11 Milliarden US-Dollar in sieben Bitcoin-Miner investiert hatte. Zu den größten Positionen gehörten Branchengrößen wie IREN, Core Scientific, Riot Platforms und CleanSpark.
Trotz der jüngsten Rückschläge zeigte sich Aschenbrenner in einem internen Schreiben optimistisch. Der Markteinbruch habe demnach attraktive neue Einstiegsmöglichkeiten geschaffen.


