Bitcoin-Mining-Schwierigkeit fällt um 10 Prozent nach Hashrate-Rückgang
Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit ist um gut 10 Prozent gesunken, da Miner wegen geringer Margen Geräte abschalten.
Das Bitcoin-Netzwerk hat kürzlich die elftgrößte Abwärtskorrektur seiner Mining-Schwierigkeit in der Geschichte verzeichnet. Bei Block 953.568 fiel die Difficulty um 10,09 Prozent von 138,96 auf 124,93 Terahashes (T). Dieser deutliche Rückgang resultiert aus einem starken Einbruch der globalen Hashrate, da zahlreiche Miner ihre Geräte aufgrund sinkender Profitabilität vom Netz genommen haben.
Preisverfall und KI-Boom drücken die Hashrate
Der drastische Rückgang der Rechenleistung im Netzwerk hat laut einer Analyse von Galaxy Research seinen Ursprung in der Kursschwäche von Anfang Juni. Ein Preisrückgang von rund 15 Prozent setzte die Gewinnmargen der Schürfer in dieser Phase massiv unter Druck.
Dies zwang zahlreiche Betreiber dazu, unrentable und ältere Mining-Geräte kurzerhand abzuschalten. Neben dem finanziellen Druck spielt auf dem Markt jedoch auch eine technologische Verschiebung eine entscheidende Rolle.
Immer mehr Energieressourcen werden vom Krypto-Mining abgezogen und umverteilt. Sie fließen verstärkt in High-Performance-Computing (HPC) sowie in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI).
Auswirkungen auf die Blockzeit der Blockchain
Der spürbare Verlust an Rechenleistung hat direkte Konsequenzen für die operative Geschwindigkeit der größten Kryptowährung. Die verringerte Hashrate verlängerte den jüngsten Anpassungszyklus auf 15,6 Tage, wodurch das Standardziel von 14 Tagen für die 2.016 Blöcke deutlich verfehlt wurde.
Aktuell beträgt die durchschnittliche Blockzeit von BTC 13,23 Minuten. Damit läuft das dezentrale Netzwerk über drei Minuten langsamer als die vom Algorithmus anvisierten zehn Minuten pro Block.
Entlastung für Miner und Ausblick auf die nächste Korrektur
Die jüngste Difficulty-Anpassung von gut 10 Prozent dürfte den verbleibenden aktiven Akteuren nun eine dringend benötigte Entlastung bringen. Schätzungen zufolge wird der BTC-Ertrag pro aktiver Hashrate um mehr als neun Prozent steigen.
Der Hash-Preis könnte dadurch wieder die wichtige Schwelle von 30 US-Dollar pro Petahash pro Sekunde (PH/s) übersteigen. Die nächste algorithmische Anpassung der Schwierigkeit wird für den kommenden Donnerstag erwartet.
Aktuelle Prognosen gehen von einem weiteren massiven Rückgang um 24,43 Prozent aus. Dies würde die Difficulty des digitalen Goldes sogar auf 94,41 T abrutschen lassen.


