Bitcoin-Miner TeraWulf schließt 19-Milliarden-Deal mit Anthropic ab
Der Krypto-Miner TeraWulf hat einen lukrativen 20-Jahres-Vertrag mit dem KI-Giganten Anthropic unterzeichnet.
Der Bitcoin-Miner TeraWulf hat einen 20-jährigen Leasingvertrag im Wert von voraussichtlich 19 Milliarden US-Dollar mit dem KI-Unternehmen Anthropic unterzeichnet. Die Ankündigung sorgte zum Wochenstart für einen deutlichen Kursanstieg bei Aktien im gesamten Krypto-Mining-Sektor.
KI-Fokus treibt Umsatzerwartungen
Anthropic, der Entwickler des Claude-Chatbots, wird künftig einen eigens errichteten Campus in Hawesville im US-Bundesstaat Kentucky beziehen.
Die Anlage soll eine Rechenleistung von 401 Megawatt erreichen und schrittweise bis Anfang 2028 vollständig ans Netz gehen.
Für TeraWulf bedeutet der Deal eine strategische Erweiterung, weg vom reinen Schürfen des digitalen Goldes hin zur Bereitstellung gigantischer KI-Infrastruktur.
Krypto-Mining-Sektor im Aufwind
Die Börse reagierte umgehend auf den Milliardendeal des Unternehmens aus Maryland.
Die WULF-Aktie verzeichnete einen rasanten Anstieg von knapp 14 Prozent und handelte zeitweise bei 24,05 US-Dollar.
Auch andere börsennotierte Branchenvertreter wie IREN, Hut 8 und Cipher Digital verbuchten im Kielwasser der Nachricht zweistellige Kursgewinne zwischen 11 und 13 Prozent.
Das ehemalige Mining-Unternehmen Keel Infrastructure, das zuvor unter dem Namen Bitfarms operierte, profitierte ebenfalls mit einem Plus von 10 Prozent von der positiven Marktdynamik.
Verkauf texanischer Unternehmensanteile
Neben dem Leasingabkommen mit Anthropic trennt sich TeraWulf zudem von seiner 50,1-prozentigen Beteiligung am texanischen Abernathy Joint Venture.
Eine Investorengruppe rund um den Partner Fluidstack übernimmt künftig die Anteile und die Führung des Rechenzentrumsprojekts.
Der Verkauf monetarisiert die ursprüngliche Investition von rund 450 Millionen US-Dollar mit einem direkten finanziellen Aufschlag.
Paul Prager, CEO von TeraWulf, betonte in einem Statement stolz, dass man eine derartige Großkundenbindung ursprünglich erst für Mitte 2026 erwartet hatte.


