Bitcoin-Miner starten Akkumulation nach Rutsch unter 60.000 US-Dollar
Nach wochenlangen Verkäufen akkumulieren Bitcoin-Miner wieder BTC, begünstigt durch stark gestiegene Netzwerkeinnahmen.
Bitcoin-Miner haben nach sechs Wochen kontinuierlicher Verkäufe wieder in eine Akkumulationsphase gewechselt. Dieser strategische Umschwung folgt auf den jüngsten Kursrutsch der größten Kryptowährung unter die Marke von 60.000 US-Dollar. Aktuell hat sich der Kurs leicht erholt und notiert bei rund 63.100 US-Dollar.
On-Chain-Daten zeigen Ende der Miner-Kapitulation
Zwischen Ende April und Anfang Juni verzeichnete das Netzwerk eine der längsten Kapitulationsphasen des Jahres. Seit dem 5. Juni zeigen On-Chain-Metriken jedoch wieder eine anhaltend positive Netto-Positionsänderung.
Die Schürfer des digitalen Goldes behalten ihre geschürften Coins nun wieder verstärkt, anstatt sie direkt auf den Markt zu werfen. Ein nahezu identisches Muster war bereits beim letzten lokalen Tiefpunkt im späten Februar zu beobachten.
Höhere Transaktionsgebühren entlasten BTC-Netzwerk
Der Hauptgrund für diesen Strategiewechsel liegt in den gestiegenen Einnahmen der Mining-Betriebe. Im Mai erreichten die durch Transaktionsgebühren generierten Netzwerkeinnahmen mit 89 BTC ein neues Jahreshoch.
Diese soliden Gebühreneinnahmen verringern den operativen finanziellen Druck. Folglich müssen die Betriebe weniger Bestände liquidieren, um ihre laufenden Strom- und Hardwarekosten zu decken.
Rückläufiges Open Interest reduziert Marktrisiken
Parallel zur Miner-Akkumulation zeigt sich auch der Derivatemarkt deutlich abgekühlt. Das gesamte Open Interest ist von über 31 Milliarden US-Dollar Ende Mai auf rund 22,3 Milliarden US-Dollar gesunken.
Diese Marktbereinigung verringert in Verbindung mit einer niedrigen Funding-Rate von 0,005 Prozent das Risiko plötzlicher Liquidationskaskaden drastisch. Dies bietet dem Markt eine stabilere Basis für eine mögliche nachhaltige Kurserholung.


