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Bitcoin leidet unter US-Inflation: Coinbase Premium 40 Tage negativ

Institutionelle Investoren ziehen sich aus Bitcoin zurück, während unerwartet hohe US-Inflationsdaten den Markt belasten.

26. Juni 2026 · 12:26 · 2 Min. Lesezeit
Ein fallender Kurs-Chart neben einer physischen Bitcoin-Münze vor einem düsteren Hintergrund

Die größte Kryptowährung steht weiterhin unter erheblichem Verkaufsdruck durch institutionelle Investoren. Seit mittlerweile 40 Tagen verharrt der Coinbase Premium Index für Bitcoin im negativen Bereich, während unerwartet hohe US-Inflationsdaten risikoreiche Anlagen belasten.

Schwacher Coinbase Premium Index zeigt Skepsis

Der Analyst Darkfost der On-Chain-Plattform CryptoQuant warnt vor einer anhaltenden Verkaufswelle durch professionelle Anleger. Laut seinen Daten hat der Index seit Mitte Mai nicht mehr in den positiven Bereich zurückgefunden.

Dieser Indikator misst die Preisdifferenz von BTC zwischen der für Großanleger wichtigen Börse Coinbase Advanced und der eher von Privatanlegern dominierten Plattform Binance. Ein dauerhaft niedrigerer Kurs auf Coinbase deutet auf eine ausgeprägte bärische Stimmung unter institutionellen Marktteilnehmern hin.

US-Wirtschaftsdaten belasten das digitale Gold

Der aktuelle Gegenwind für den Kryptomarkt wird maßgeblich durch das makroökonomische Umfeld angetrieben. Jüngste Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den USA unterstreichen diese schwierige Lage.

Der PCE-Gesamtindex stieg auf 4,1 Prozent und übertraf damit die Erwartungen von 4,0 Prozent. Gleichzeitig erreichte die Kerninflation 3,4 Prozent, was den höchsten Wert seit April 2023 markiert.

Darüber hinaus wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA mit 2,1 Prozent deutlich stärker als prognostiziert. Diese Kombination aus hartnäckiger Inflation und einer robusten Wirtschaft bringt die US-Notenbank in eine komplexe Situation.

Zinswende rückt in weite Ferne

Aufgrund der widerstandsfähigen Wirtschaftsdaten fehlt der Federal Reserve aktuell der Spielraum für baldige Zinssenkungen. Analysten sehen die Wahrscheinlichkeit einer expansiven Geldpolitik schwinden, während erneute Straffungen nicht ausgeschlossen sind.

In diesem Hochzinsumfeld meiden Großkapitalgeber weiterhin spekulative Anlageklassen. Solange sich die makroökonomische Ausgangslage nicht aufhellt, dürfte der institutionelle Verkaufsdruck auf den Bitcoin-Kurs vorerst anhalten.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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