Bitcoin-Kurs sinkt: Trump kündigt weltweite Zölle von 12,5 Prozent an

Neue US-Zölle von bis zu 12,5 Prozent unter Donald Trump drücken den Bitcoin-Kurs unter die Marke von 65.000 US-Dollar.

23. Juli 2026 · 21:42 · 2 Min. Lesezeit

Die US-Regierung unter Donald Trump hat neue weltweite Zölle in Höhe von bis zu 12,5 Prozent angekündigt, die am Freitag in Kraft treten. Diese makroökonomische Entscheidung setzte den ohnehin angespannten Kryptomarkt weiter unter Druck und drückte den Bitcoin-Kurs kurzzeitig unter die wichtige psychologische Marke von 65.000 US-Dollar.

Neue US-Zollpolitik belastet die Märkte

Die neuen Abgaben ersetzen die bisherigen temporären Zölle von zehn Prozent. Sie richten sich an rund 60 Länder und betreffen damit mehr als 99 Prozent des gesamten US-Handelsvolumens.

Laut Vertretern der Regierung zielt die Maßnahme primär auf Vorwürfe der Zwangsarbeit im internationalen Handel ab. Es handele sich um die umfassendste internationale Maßnahme für Arbeitsrechte, die die USA jemals ergriffen hätten.

Bitcoin reagiert mit Verlusten und Liquidationen

Die Ankündigung traf die größte Kryptowährung in einer ohnehin schwachen Marktphase. Der Kurs fiel am Donnerstag auf 64.985 US-Dollar, was einem direkten Tagesverlust von 1,37 Prozent entsprach.

Zuvor hatten bereits geopolitische Spannungen und unerwartet niedrige Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA für erheblichen Verkaufsdruck gesorgt. Obwohl das digitale Gold kurzzeitig über 65.000 US-Dollar zurückkehrte, machte die unerwartete Zoll-Nachricht diese Erholung sofort wieder zunichte.

Auf den Krypto-Derivatebörsen führte die plötzliche Abwärtsbewegung zu signifikanten Liquidationen. Besonders Long-Positionen, die auf steigende Kurse gewettet hatten, wurden im Zuge der makroökonomischen Entwicklung aufgelöst.

Aggressive Handelspolitik als strategisches Druckmittel

Die aktuelle Regierung nutzt die Zölle gezielt, um sich bei Verhandlungen mit Handelspartnern in eine stärkere Position zu bringen. Begründet werden die Maßnahmen oftmals mit der Korrektur angeblich unfairer Handelspraktiken.

Erst kürzlich wurden die Abgaben auf Importe aus Brasilien auf 25 Prozent erhöht. Für kanadische Einfuhren sollen im kommenden Monat sogar Strafzölle von 50 Prozent in Kraft treten.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Veröffentlicht in

Ähnliche Artikel

Bitcoin fällt unter 65.000 US-Dollar durch geopolitische Spannungen

Gemini spendet 10 Millionen US-Dollar in Bitcoin an Trump-PAC

Bitcoin-ETFs verzeichnen dank Kapitalrotation längste Zuflussserie