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Bitcoin-Kurs droht Korrektur – Analysten warnen vor Parallelen zu 2022

Die jüngste Bitcoin-Rallye basiert laut Analysten auf Hebelgeschäften und birgt hohe Risiken für eine Korrektur.

30. April 2026 · 2 Min. Lesezeit
Roter Abwärtspfeil über einem Bitcoin-Kurschart auf dunklem Hintergrund

Bitcoin verzeichnete im April einen starken Preisanstieg auf 79.000 US-Dollar, doch diese Rallye basiert laut Analysten von CryptoQuant fast ausschließlich auf spekulativem Futures-Handel. Echte Kassamarkt-Käufe blieben während der gesamten Aufwärtsbewegung aus, was am Markt nun Warnsignale für einen drastischen Rücksetzer auslöst.

Fehlende Spot-Nachfrage schwächt den Bitcoin-Kurs

Die größte Kryptowährung kletterte im April um 20 Prozent von rund 66.000 auf in der Spitze 79.000 US-Dollar.

Ein aktueller Bericht des Datenanalyse-Unternehmens CryptoQuant zeigt jedoch, dass dieser Aufwärtstrend auf einem wackeligen Fundament steht.

Während die Nachfrage nach Perpetual Futures stark anstieg, verharrte die echte Nachfrage am Kassamarkt im negativen Bereich.

Die Kennzahl für die scheinbare Nachfrage, welche die Spot-Kaufaktivität auf der Blockchain über 30 Tage misst, konnte im gesamten April nicht in den positiven Bereich drehen.

Parallelen zum Bärenmarkt 2022 beunruhigen Analysten

Rallyes, die vorrangig auf Hebelgeschäften statt auf echten Anlagekäufen basieren, enden historisch gesehen oft mit starken Marktkorrekturen.

Die Experten von CryptoQuant ziehen hierbei einen direkten Vergleich zum Beginn des Bärenmarktes im Jahr 2022.

Damals zeigte das digitale Gold ein nahezu identisches Muster aus rasant steigender Futures-Nachfrage bei gleichzeitig sinkenden Spot-Käufen.

Diese Marktdynamik ging einem mehrmonatigen Preisverfall voraus, bei dem BTC letztlich rund 70 Prozent seines Wertes verlor.

Indikatoren signalisieren weiteres Abwärtsrisiko für BTC

Erste Anzeichen einer Marktschwäche sind bereits sichtbar, da der Kurs zuletzt wieder auf rund 76.400 US-Dollar abrutschte.

Zusätzlich fiel der hauseigene Bull-Score-Index von CryptoQuant im April von einem neutralen Wert von 50 auf 40 Punkte.

Damit bewegt sich der Indikator, der On-Chain- und Marktdaten kombiniert, wieder in einem klar bärischen Territorium.

Trotz dieser deutlichen Warnsignale bleiben Nutzer des Vorhersagemarktes Myriad für die kurzfristige Preisentwicklung optimistisch.

Sie räumen einem baldigen Kursanstieg auf 84.000 US-Dollar aktuell eine Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent ein.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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