Bitcoin-Klage über 226 Milliarden Dollar: Gericht setzt Anhörung an
Ein New Yorker Gericht verhandelt im Juli über eine Klage, die den Besitz von 3,7 Millionen ruhenden Bitcoin fordert.
Ein Gericht in New York hat für Mitte Juli eine Anhörung in einem aufsehenerregenden Rechtsstreit um inaktive Bitcoin-Wallets angesetzt. Kläger fordern die Eigentumsrechte an tausenden Adressen aus der Frühzeit der Kryptowährung, die Vermögenswerte in dreistelliger Milliardenhöhe halten.
Forderung nach 3,7 Millionen inaktiven BTC
Die Klage zielt auf insgesamt 39.069 ungenutzte Wallets ab, auf denen schätzungsweise 3,7 Millionen BTC liegen. Beim aktuellen Marktkurs entspricht dies einem Wert von rund 226 Milliarden US-Dollar.
Unter den Zieladressen befinden sich auch Bestände, die dem anonymen Erfinder Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden. Zudem ist die berüchtigte 1Feex-Wallet Teil der Klage, die mit dem historischen Hack der Krypto-Börse Mt. Gox in Verbindung steht.
Streit um verlassenes Eigentum in New York
Die Kläger argumentieren, dass die digitalen Assets gemäß den Gesetzen des Bundesstaates New York als verlassenes Eigentum einzustufen sind. Da die ursprünglichen Besitzer dauerhaft keinen Zugriff mehr auf das digitale Gold haben, seien die Adressen beim New York Police Department gemeldet worden.
Für den 14. Juli ist nun eine erste gerichtliche Anhörung in Manhattan geplant. Bis zur Klärung vorläufiger Anträge ist das eigentliche Verfahren durch das Gericht derzeit ausgesetzt.
Ripple-CTO kritisiert juristische Grundlage
Experten äußern derweil starke Zweifel an der Erfolgsaussicht der Klage. David Schwartz, Chief Technology Officer bei Ripple, kritisierte das Vorgehen öffentlich als juristisch fehlerhaft.
Schwartz bemängelt insbesondere die Annahme, dass die Gerichtsbarkeit in New York liege, nur weil das Eigentum angeblich dort verortet sei. Er bezeichnete die rechtliche Theorie hinter dem Versuch, sich die ruhenden Krypto-Bestände rechtlich anzueignen, als völlig abwegig.


