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Bitcoin ignoriert den KI-Boom: Coinbase-CEO widerlegt Mining-Mythos

Coinbase-CEO Brian Armstrong erklärt, warum der Hype um Künstliche Intelligenz das Bitcoin-Netzwerk nicht gefährdet.

20. Juli 2026 · 09:16 · 2 Min. Lesezeit
Portrait von Coinbase-CEO Brian Armstrong vor einem leuchtenden Bitcoin-Logo und aufsteigenden Kurs-Charts.

Coinbase-CEO Brian Armstrong hat die Befürchtung deutlich zurückgewiesen, dass der aktuelle Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) eine Gefahr für Bitcoin (BTC) darstellt. Damit reagiert er auf die vieldiskutierte Prognose des Milliardärs Chamath Palihapitiya.

Dieser hatte eine Strukturkrise für die größte Kryptowährung vorausgesagt, da Miner massenhaft in den KI-Sektor abwandern könnten. Dort winken laut Branchenberichten derzeit angeblich 10 bis 20 Mal höhere Gewinne.

Warum ein Miner-Exodus das Netzwerk nicht gefährdet

Laut Armstrong übersehen Kritiker einen fundamentalen Mechanismus des digitalen Goldes: die automatische Anpassung der Mining-Schwierigkeit.

Sollte die Hälfte aller Miner ihre Rechenleistung morgen auf KI-Anwendungen umstellen, würde das Netzwerk schlicht seine Anforderungen senken. Die Zeit zur Erstellung neuer Blöcke bliebe konstant, und das System liefe reibungslos weiter.

Das Mining würde dadurch für die verbleibenden Netzwerkteilnehmer sogar wieder zugänglicher werden. „Die Energiekosten des Bitcoin-Minings bestimmen nicht seinen Marktwert“, betonte der Coinbase-Chef.

Inflation treibt die größte Kryptowährung an

Anstatt auf die Stromkosten zu blicken, sieht Armstrong globale Inflationsängste als den wahren Preistreiber für BTC. Solange Regierungen weltweit ihre Haushaltsdefizite ausweiten und neues Geld in die Märkte pumpen, bleibe die Nachfrage nach einem knappen, dezentralen Asset bestehen.

Dabei spiele es keine Rolle, wie viele Megawatt letztlich für das Schürfen der Coins aufgewendet werden.

Langfristiger Bullenmarkt bleibt intakt

Diese Aussagen knüpfen an Armstrongs Marktanalyse aus dem vergangenen Monat an. Bereits Mitte Juni hatte er Investoren angesichts eines leichten Kursrückgangs geraten, das große Ganze im Blick zu behalten.

Mit Verweis auf die typischen Vier-Jahres-Zyklen betonte er, dass Schwankungen ein natürlicher Teil der Marktmechanik seien. Er gehe weiterhin von einem intakten Bullenmarkt aus und vermutet, dass der zyklische Boden für den BTC-Kurs bereits nahe der Marke von 60.000 US-Dollar erreicht wurde.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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