Märkte live 11:37 MEZ · Aktualisiert

Bitcoin fällt Richtung 58.000-Dollar-Marke – Fidelity sieht Akkumulationszone

Die größte Kryptowährung nähert sich laut Fidelity einer historischen Unterstützungszone, doch ein Impuls fehlt.

12. Juli 2026 · 11:36 · 2 Min. Lesezeit
Ein logarithmischer Kurs-Chart zeigt die historische Preisentwicklung von Bitcoin vor einem dunklen Hintergrund.

Bitcoin nähert sich einer signifikanten Unterstützungsmarke bei rund 58.000 US-Dollar. Laut Jurrien Timmer, Director of Global Macro bei Fidelity, gleitet der Kurs aktuell in eine historische Akkumulationszone ab, es fehle jedoch weiterhin an frischer Liquidität für eine rasche Trendwende.

Historische Akkumulationszone rückt näher

Die größte Kryptowährung bewegt sich derzeit bei etwa 62.700 US-Dollar und steuert damit auf die untere Begrenzung eines logarithmischen Power-Law-Modells zu. Dieses langfristige Preismodell hat laut Fidelity seit 2015 jeden größeren Marktboden von BTC zuverlässig eingefangen.

Die aktuelle Unterstützungslinie verläuft bei etwa 58.000 US-Dollar. Der Abstand der Krypto-Leitwährung zum mittleren Trend beläuft sich aktuell auf minus 56 Prozent, ein tiefer Wert, der zuletzt während der Bärenmärkte in den Jahren 2018 und 2022 gemessen wurde.

Auch das Verhältnis von Bitcoin zu Gold ist auf Jahressicht stark eingebrochen. Dennoch ruft der Fidelity-Experte noch nicht das endgültige Ende der Korrektur aus.

Fehlende Liquidität bremst das digitale Gold

Ein rascher Aufschwung gilt derzeit als unwahrscheinlich, da makroökonomische Impulse fehlen. Das globale Geldmengenwachstum verlangsamt sich, was dem Kryptomarkt die dringend benötigte Liquidität entzieht.

Spekulatives Kapital ist in den vergangenen Monaten spürbar aus dem Krypto-Sektor abgeflossen. Investoren schichteten ihre Gelder zunächst in traditionelles Gold und zuletzt massiv in Halbleiter- sowie KI-Aktien um.

Diese Rotation spiegelt sich deutlich in den jüngsten Marktdaten wider. So verzeichneten digitale Vermögenswerte zuletzt das dritte Verlustquartal in Folge, während Bitcoin-ETFs die stärksten Abflüsse seit ihrer Auflegung verbuchten.

Timmer geht daher davon aus, dass sich der Kurs noch über Monate hinweg seitwärts an der Unterstützungslinie entlang bewegen könnte. Ein unmittelbarer Preissprung bleibt ohne die Rückkehr von Kapital unwahrscheinlich.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Ähnliche Artikel

Bitcoin fällt unter 64.000 US-Dollar nach US-Angriffen auf den Iran

Bitcoin nähert sich Ende des Bärenmarkts – Analyst sieht 250.000 US-Dollar

Bitcoin-Kursanalyse: Sinkende Renditen bremsen 500.000-Dollar-Ziele