Bitcoin-ETFs verlieren 465 Millionen Dollar – BlackRock führt Abverkauf an
US-Bitcoin-ETFs verzeichnen nach einer starken Zufluss-Serie plötzliche Nettoabflüsse von 465 Millionen US-Dollar.
In den USA haben Spot-Bitcoin-ETFs innerhalb von zwei Tagen Nettoabflüsse in Höhe von 465 Millionen US-Dollar verzeichnet. Der plötzliche Abverkauf beendet eine siebentägige Zufluss-Serie und wurde maßgeblich durch den IBIT-Fonds von BlackRock angetrieben.
Zinsängste und Geopolitik belasten das digitale Gold
Analysten machen vor allem makroökonomische Faktoren für den plötzlichen Stimmungsumschwung am Markt verantwortlich. Steigende Ölpreise, geopolitische Spannungen sowie die Sorge vor einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) setzen Risikoanlagen derzeit stark unter Druck.
Laut Tim Sun, Senior Researcher bei HashKey, deuten die massiven Abflüsse bei BlackRock darauf hin, dass institutionelle Anleger ihr kurzfristiges Engagement aktiv reduzieren. Dem Markt fehle derzeit ein solides Fundament für einen nachhaltigen Aufwärtstrend.
Bitcoin-Kurs hält sich trotz ETF-Abflüssen stabil
Trotz der negativen Kapitalflüsse notiert die größte Kryptowährung aktuell bei rund 65.300 US-Dollar und verzeichnet damit auf Wochensicht ein leichtes Plus. Zuvor hatten die US-Fonds innerhalb von einer Woche noch etwa eine Milliarde US-Dollar an frischem Kapital eingesammelt.
Zach Pandl, Forschungsleiter bei Grayscale, geht davon aus, dass der Marktboden für BTC bereits erreicht sein könnte, sofern die Fed Ende Juli von weiteren Zinsschritten absieht. Sollten die Zinserwartungen am Markt jedoch weiter steigen, drohen laut HashKey weitere Kapitalabflüsse.


