Bitcoin-ETF von BlackRock lockt Krypto-Anleger in klassische Finanzen
Der Bitcoin-ETF von BlackRock fungiert als unerwartete Brücke für Krypto-Anleger in den traditionellen Finanzmarkt.
Der Spot-ETF von BlackRock bringt nicht nur traditionelles Kapital in den Krypto-Markt, sondern wirkt auch in die entgegengesetzte Richtung. Laut Jay Jacobs, US-Aktienchef für ETFs bei BlackRock, nutzen viele Krypto-Anleger den Fonds als Einstieg in die klassische Finanzwelt.
IBIT zieht Krypto-Investoren an
Rund drei Viertel der Käufer des iShares Bitcoin Trust (IBIT) haben zuvor noch nie einen ETF besessen. Das Anlageprodukt fungiert somit als Brücke für Nutzer digitaler Assets in den Bereich börsengehandelter Fonds.
Sobald diese Investoren den Zugang gefunden haben, diversifizieren sie ihr Portfolio häufig weiter. Laut Jacobs investieren sie anschließend zunehmend in klassische BlackRock-Produkte wie den S&P 500, Gold oder KI-Fonds.
Milliarden für das digitale Gold
Der im Januar 2024 aufgelegte IBIT verwaltet mittlerweile ein Vermögen von 48 Milliarden US-Dollar. Mit Beständen von knapp 766.000 BTC hat sich der Fonds in Rekordzeit zum Flaggschiffprodukt des Vermögensverwalters entwickelt.
Kürzlich erweiterte das Unternehmen sein Angebot zudem um den iShares Bitcoin Premium Income ETF (BITA). Dieser neue Fonds generiert zusätzliche Erträge durch den Verkauf gedeckter Kaufoptionen auf die Bestände der größten Kryptowährung.
Die Verschmelzung von TradFi und DeFi
BlackRock bezeichnet diese Entwicklung intern als die „Große Konvergenz“. Historisch getrennte Anlageklassen wachsen zunehmend zusammen und lösen alte Grenzen auf.
Statt eines Konkurrenzkampfes zwischen der traditionellen Finanzwelt (TradFi) und dezentralen Finanzen (DeFi) entstehen hybride Portfolios. Anleger suchen am Markt vermehrt nach ganzheitlichen Lösungen für ihre Vermögensverwaltung.

