Bitcoin-ETF-Gigant BlackRock peilt 500 Millionen US-Dollar Umsatz an

BlackRock will durch Bitcoin-ETFs und Tokenisierung bis 2030 jährlich 500 Millionen US-Dollar umsetzen.

22. Juli 2026 · 15:06 · 2 Min. Lesezeit
BlackRock Logo vor einem aufsteigenden Bitcoin Kurs-Chart

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock strebt bis zum Jahr 2030 jährliche Einnahmen von 500 Millionen US-Dollar im Bereich der digitalen Vermögenswerte an. Wie Finanzchef Martin Small bei der jüngsten Quartalszahlenvorlage erklärte, stützt sich diese ehrgeizige Wachstumsstrategie auf Krypto-ETFs, die Verwaltung von Stablecoin-Reserven sowie die Tokenisierung traditioneller Finanzprodukte.

Fokus auf Bitcoin und Ethereum

Im Zentrum der Ausbaupläne stehen regulierte Anlageprodukte für Kryptowährungen. Mit dem iShares Bitcoin Trust (IBIT) und dem iShares Ethereum Trust (ETHA) verwaltet das Finanzunternehmen bereits zwei der weltweit erfolgreichsten Spot-ETFs für digitale Assets.

Darüber hinaus plant der Wall-Street-Gigant die kontinuierliche Erweiterung seines Angebots. Ein neu konzipierter, optionsbasierter Fonds namens Bitcoin Premium Income ETF (BITA) soll Investoren in Zukunft zusätzliche Renditemöglichkeiten auf das digitale Gold bieten.

Tokenisierung und Stablecoins als Umsatztreiber

Neben den etablierten Indexfonds auf BTC und die Smart-Contract-Plattform ETH sieht BlackRock enormes Potenzial in der zugrundeliegenden Infrastruktur. Der Vermögensverwalter fungiert bereits als primärer Partner für Circle und betreut rund 60 Milliarden US-Dollar an Reserven, die den Stablecoin USDC decken.

Ein weiteres strategisches Standbein bildet der hauseigene tokenisierte US-Staatsanleihen-Fonds BUIDL. Dieser hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem der größten Anlageprodukte auf dem globalen Markt für digitale Geldmarktfonds entwickelt.

Stetiges Wachstum durch Verwaltungsgebühren

Im zweiten Quartal generierte die Krypto-Sparte von BlackRock etwa 40 Millionen US-Dollar an Grundgebühren bei einem verwalteten Vermögen von 48,84 Milliarden US-Dollar. Im Gegensatz zu Kryptobörsen, die massiv von schwankenden Handelsvolumina abhängig sind, profitiert der Finanzriese von planbaren, wiederkehrenden Einnahmen.

Mit der fortschreitenden institutionellen Akzeptanz der Leitkryptowährung dürfte sich dieses Geschäftsmodell weiter auszahlen. Der Ausbau tokenisierter Fonds und Anlageprodukte soll diese stabilen Einnahmequellen bis zum Ende des Jahrzehnts auf die anvisierte halbe Milliarde Dollar skalieren.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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