Bitcoin: Drohender Abverkauf durch historischen Zinsschritt in Japan
Ein historischer Zinsschritt in Japan bedroht Bitcoin, während ein neuer US-Iran-Deal kurzfristig für Auftrieb sorgt.
Ein erwarteter Zinsschritt der Bank of Japan (BOJ) könnte in Kürze einen massiven Abverkauf bei Bitcoin auslösen. Makro-Analysten warnen vor den Folgen der anstehenden Notenbank-Sitzung, da das Ende billiger Yen-Kredite dem Krypto-Markt wichtige Liquidität entziehen dürfte.
Zinswende in Japan gefährdet Krypto-Märkte
Die japanische Zentralbank plant laut Prognosen, ihren Leitzins auf 1,0 Prozent anzuheben. Dies wäre das höchste Zinsniveau in dem asiatischen Land seit dem Jahr 1995.
Für die größte Kryptowährung birgt dieser Schritt ein erhebliches Risiko. Investoren nutzten über Jahre hinweg den schwachen Yen, um billige Kredite aufzunehmen und diese in risikoreichere Anlageklassen wie das digitale Gold zu investieren.
Sollte die Währung nun stark aufwerten, droht die Auflösung dieser sogenannten Carry Trades. Analysten wie der unter dem Pseudonym „arndxt“ bekannte Experte sehen darin eine akute Gefahr für die globale Marktliquidität.
Parallelen zum Sommer 2024
Ein Blick in die jüngste Vergangenheit stützt diese These. Bereits zwischen Juli und August 2024 sorgte eine Straffung der japanischen Geldpolitik für drastisch fallende Kurse bei BTC.
Besonders gefährlich wird die Situation laut dem Experten, wenn die Zinserhöhung mit einem schwächelnden US-Tech-Sektor zusammenfällt. Ein paralleler Rückgang des Nasdaq-Index könnte eine Kettenreaktion an Zwangsliquidierungen auslösen.
Geopolitik stützt den Bitcoin-Kurs kurzfristig
Trotz der makroökonomischen Wolken verzeichnete die Leitwährung am Wochenende leichte Zugewinne. Der Kurs kletterte von rund 63.500 auf knapp 64.000 US-Dollar.
Auslöser hierfür waren laut Marktbeobachtern geopolitische Entspannungen im Nahen Osten. Donald Trump verkündete ein neues Abkommen mit dem Iran, welches die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder für den globalen Öl-Handel öffnen soll.


