Bitcoin drohen Monate der Verluste unter neuem Fed-Chef Kevin Warsh
Bitcoin droht eine mehrmonatige Korrektur, wenn Kevin Warsh das Amt des Fed-Vorsitzenden übernimmt.
Die größte Kryptowährung könnte vor einer mehrmonatigen Korrektur stehen, wenn Kevin Warsh im kommenden Monat das Amt des Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve übernimmt. Historische Daten deuten darauf hin, dass ein Wechsel an der Fed-Spitze kurzfristig Druck auf Risikoanlagen wie Bitcoin ausübt.
Historischer Abwärtstrend bei Fed-Wechseln
Der Krypto-Analyst CRYPTOWZRD wies darauf hin, dass BTC nach jedem Amtsantritt eines neuen Fed-Chefs zunächst eine mehrmonatige Abwärtsbewegung verzeichnete. Erst nach dieser Konsolidierungsphase kehrte der Bullenmarkt historisch gesehen zurück.
Ob das digitale Gold diesen Fluch brechen kann, bleibt ungewiss. Auch traditionelle Aktienmärkte gerieten bei vergangenen Führungswechseln der Notenbank oftmals unter Druck.
Zinssenkungen als politischer Streitpunkt
Am Mittwoch steht die letzte Zinsentscheidung unter dem scheidenden Vorsitzenden Jerome Powell an. Märkte gehen laut Daten der CME Group einstimmig davon aus, dass die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau verharren.
Die geldpolitische Ausrichtung wird jedoch zunehmend politisiert. US-Präsident Donald Trump betonte kürzlich, er wäre enttäuscht, sollte Warsh im Juni keine Zinssenkung durchsetzen.
Gemischte Signale für den Krypto-Markt
Trotz der kurzfristigen Risiken sehen Marktteilnehmer auch positive makroökonomische Entwicklungen für den Krypto-Sektor. Die Federal Reserve hat in den letzten Monaten wieder US-Staatsanleihen im Wert von rund 200 Milliarden US-Dollar in ihre Bilanz aufgenommen.
Diese Liquiditätsspritze wird von Beobachtern als ein leichtes Quantitative Easing (QE) gewertet. Eine Erhöhung der Geldmenge wirkt sich traditionell positiv auf Kryptowährungen aus.
Dennoch sendet der designierte Fed-Chef Warsh widersprüchliche Signale. Er befürwortet aktuell zwar Zinssenkungen, kritisierte in der Vergangenheit jedoch scharf die zu lange aufrechterhaltene Niedrigzinspolitik nach der Pandemie.


