Binance-Gründer CZ schlägt Einfrieren von Satoshi Nakamotos Bitcoin vor
Binance-Gründer Changpeng Zhao schlägt vor, alte Bitcoin-Bestände zum Schutz vor Quantencomputern einzufrieren.
Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) hat in einer aktuellen Diskussion vorgeschlagen, ältere und inaktive Bitcoin einzufrieren. Dieser Vorstoß zielt insbesondere auf die Bestände des pseudonymen Erfinders Satoshi Nakamoto ab, um das Netzwerk vor künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer zu schützen.
Migration zu quantensicherer Kryptografie
Im Gespräch mit Alex Thorn von Galaxy Research skizzierte Zhao einen möglichen Fahrplan für das digitale Gold. Sobald quantenresistente Verschlüsselungen in das Netzwerk integriert werden, sollten Nutzer ein Zeitfenster von sechs bis zwölf Monaten für den Umzug ihrer Bestände erhalten.
Wallets, die nach Ablauf dieser Frist unverändert bleiben, könnten durch einen Protokoll-Fork für Transaktionen gesperrt werden. CZ betonte jedoch ausdrücklich, dass diese weitreichende Entscheidung kollektiv von Entwicklern, Minern und Nutzern der größten Kryptowährung getroffen werden müsse.
Bedrohung für Millionen inaktiver BTC
Die Debatte um die Sicherheit der Blockchain wird durch neue Forschungen von Google Quantum AI befeuert. Experten schätzen, dass künftig weniger als 500.000 Qubits ausreichen könnten, um die derzeitigen digitalen Signaturen zu berechnen.
Aktuellen Schätzungen zufolge weisen etwa 6,9 Millionen BTC veraltete Adresstypen auf, deren öffentliche Schlüssel bereits auf der Chain sichtbar sind. Darunter fallen auch die rund 1,1 Millionen Einheiten aus den Jahren 2009 und 2010, die dem Patoshi-Muster folgen und Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden.
Schutz des Netzwerks versus Grundprinzipien
Bei einem angenommenen Kurs von rund 60.000 US-Dollar entspricht das unbewegte Vermögen des Bitcoin-Schöpfers einem Gegenwert von knapp 65 Milliarden US-Dollar. Sollte ein Quantencomputer die zugehörigen privaten Schlüssel berechnen können, stünden dem Angreifer diese enormen Mittel frei zur Verfügung.
Ein präventives Einfrieren der betroffenen Konten würde dieses Szenario verhindern. Der ehemalige Binance-Chef räumte allerdings ein, dass ein solcher Schritt dem dezentralen Grundprinzip widerspreche, wonach allein der Besitz der privaten Schlüssel die Eigentumsverhältnisse definiert.


