Vitalik Buterin enthüllt neue Lean-Ethereum-Roadmap bis 2029
Vitalik Buterin präsentiert eine neue Roadmap, die Ethereum bis 2029 quantensicher, privater und skalierbarer machen soll.
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat die technischen Prioritäten für die kommenden Jahre skizziert. Mit der sogenannten „Lean Ethereum“-Roadmap soll das Netzwerk bis zum Ende des Jahrzehnts quantensicher, privater und deutlich skalierbarer werden.
Fokus auf Sicherheit und Privatsphäre
Buterin betonte auf der Plattform X, dass der Schutz vor zukünftigen Quantencomputern in der Prioritätenliste weit nach oben gerückt sei. Die Entwicklung einer entsprechenden Lösung für sogenannte Blobs sei mittlerweile als absolut dringend einzustufen.
Gleichzeitig erklärte der Entwickler den Ausbau der Privatsphäre zu einem erstrangigen Ziel der Stiftung. Die nun angekündigten Upgrades sollen zwischen 2026 und 2029 ausgerollt werden und berühren nahezu jede technische Ebene der Smart-Contract-Plattform.
Buterin verglich das Ausmaß dieser Transformation mit dem historischen Merge aus dem Jahr 2022. Damals stellte die zweitgrößte Kryptowährung ihren Konsensmechanismus erfolgreich auf das energiesparende Proof-of-Stake um.
Neue Virtual Machine und personeller Umbau
Um die Netzwerkskalierung zu verbessern und eine programmierbare Privatsphäre zu ermöglichen, forciert Buterin zudem die Entwicklung einer neuen Virtual Machine (VM). Als vielversprechende Architektur-Kandidaten nannte er dabei leanISA oder RISC-V.
Diese strategische Neuausrichtung fällt in eine Phase des spürbaren organisatorischen Umbruchs. Erst im vergangenen Monat entließ die Ethereum Foundation rund 20 Prozent ihrer Belegschaft, um das Budget dauerhaft um 40 Prozent zu senken.
Zudem verzeichnete die Organisation in den vergangenen Monaten Abgänge mehrerer Führungskräfte und Protokoll-Entwickler. Die nun verschlankte Struktur soll offenbar auch die effizientere technische Weiterentwicklung von ETH widerspiegeln.
Community zweifelt am Zeitplan der Entwickler
Der auf drei bis vier Jahre angelegte Zeitplan stößt innerhalb der Krypto-Szene auf geteilte Reaktionen. Der Blockchain-Forscher Dankrad Feist lobte den Plan zwar grundsätzlich, kritisierte die angesetzte Dauer jedoch als zu lang.
Feist argumentierte, dass der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz den Entwicklern helfen könne, die Updates bereits innerhalb eines Jahres umzusetzen. Auch der Krypto-Analyst Ignas Fiodorovas äußerte öffentlich Zweifel an einer pünktlichen Auslieferung.
Fiodorovas verwies auf die Historie der Ethereum Foundation, die in der Vergangenheit immer wieder wichtige Deadlines verschoben hatte. Zudem bemängelte er, dass in der neuen Roadmap jegliche Ansätze zur Verbesserung der Tokenomics für Ether fehlten.


