Ripple war nie durch SEC-Maulkorb gebunden – Binance streicht BTC-Paare
Während Ripple im SEC-Streit nie einem Maulkorb unterlag, bereinigt Binance sein Orderbuch um illiquide BTC-Handelspaare.
Der langjährige SEC-Anwalt Marc Fagel hat klargestellt, dass die jüngste Aufhebung der sogenannten „Maulkorb-Regel“ durch die US-Börsenaufsicht keine Auswirkungen auf Ripple hat. Gleichzeitig kündigte die Kryptobörse Binance an, mehrere schwach gehandelte Handelspaare für Bitcoin und Ethereum von der Plattform zu nehmen.
Keine Einschränkungen für Ripple im SEC-Rechtsstreit
Die Entscheidung des neuen SEC-Vorsitzenden Paul Atkins, eine umstrittene Regel aus dem Jahr 1972 abzuschaffen, sorgte in der Krypto-Community für Aufsehen. Diese Vorgabe verbot es Unternehmen nach einem Vergleich, die Vorwürfe der Behörde öffentlich zu kritisieren.
Für das Krypto-Unternehmen hinter dem XRP-Token hat diese Reform jedoch nur theoretischen Charakter. Da Ripple von Beginn an auf einen vollständigen Rechtsstreit setzte und keinen außergerichtlichen Vergleich nach dem Muster „weder zugeben noch leugnen“ einging, war das Unternehmen nie an eine Schweigepflicht gebunden.
Führungskräfte wie Brad Garlinghouse und Stuart Alderoty konnten die Regulierungsbehörde daher über Jahre hinweg öffentlich rügen. Für andere Marktteilnehmer bedeutet die Abschaffung der Regel nun jedoch einen echten Sieg für die Meinungsfreiheit in der Branche.
Binance bereinigt Handelspaare für Bitcoin und Ethereum
Parallel zu den regulatorischen Entwicklungen strukturiert die Handelsplattform Binance ihr Angebot um. Die Börse wird demnächst acht Handelspaare mit geringer Liquidität aus ihrem Orderbuch entfernen.
Von dem Delisting sind unter anderem spezifische Cross-Pairs für die größte Kryptowährung (BTC) sowie für die führende Smart-Contract-Plattform (ETH) und Uniswap (UNI) betroffen. Der Schritt dient laut Unternehmensangaben der Optimierung der Marktqualität und hat keine negativen Auswirkungen auf die bestehenden Krypto-Bestände der Nutzer.
Bitcoin-Kurs stabilisiert sich trotz neuer Malware-Bedrohung
Am Gesamtmarkt zeigt sich das digitale Gold derzeit unbeeindruckt von externen Störfaktoren. Der Bitcoin-Kurs pendelt sich aktuell in einer Handelsspanne zwischen 76.800 und 79.800 US-Dollar ein.
Investoren blicken derweil auf makroökonomische Entwicklungen, wie die bevorstehende Amtsübernahme von Kevin Warsh als Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve. Auch die Inflationsdaten und die anstehenden FOMC-Protokolle rücken zunehmend in den Fokus der Händler.
Gleichzeitig warnt die IT-Sicherheits-Community vor einer neuen Welle der „Shai-Hulud“-Malware. Ein neuer Wurm zielt gezielt auf Web3-Entwickler ab, indem er KI-Werkzeuge manipuliert, um Cloud-Zugangsdaten und API-Schlüssel zu stehlen.


