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Ripple schaltet planmäßig 1 Milliarde XRP aus Treuhandkonten frei

Ripple hat am 1. Juli planmäßig eine Milliarde XRP aus dem automatisierten Escrow-System freigeschaltet.

1. Juli 2026 · 11:31 · 2 Min. Lesezeit
Grafische Darstellung einer Ripple-Münze vor einem digitalen Hintergrund, der das Krypto-Treuhand-System symbolisiert.

Das Krypto-Unternehmen Ripple hat am 1. Juli planmäßig eine Milliarde XRP im Wert von rund 1,04 Milliarden US-Dollar freigeschaltet. Die tokenbasierte Transaktion ist Teil eines seit 2017 bestehenden Krypto-Treuhand-Systems, das den monatlichen Marktzuwachs des digitalen Assets streng reguliert.

Automatisierte XRP-Freigabe in drei Tranchen

Laut Daten des On-Chain-Trackers Whale Alert erfolgte die Ausschüttung am frühen Morgen in drei separaten Tranchen. Der Mechanismus zur Angebotssteuerung ist vollständig automatisiert und fest im Code des XRP-Ledgers verankert.

Ripple implementierte dieses System Ende 2017 mit ursprünglich 55 Milliarden Token. Ziel dieser Maßnahme war es, die Sorge der Anleger vor einer plötzlichen Überflutung des Marktes durch massenhafte Token-Verkäufe zu beseitigen.

Großteil der Token fließt zurück ins Escrow

Die Freischaltung einer Milliarde Token bedeutet nicht, dass diese Menge sofort auf den offenen Markt gelangt. Historisch betrachtet transferiert das Unternehmen nach der Freigabe meist zwischen 600 und 800 Millionen Einheiten umgehend in neue Treuhandverträge zurück.

Das Krypto-Projekt behält lediglich einen Bruchteil für operative Ausgaben und institutionelle Verkäufe ein. Die tatsächliche Netto-Ausweitung des zirkulierenden Angebots hängt somit maßgeblich von den Rücküberweisungen der nächsten 24 bis 48 Stunden ab.

Diskussion um das Ende der XRP-Reserven

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die verbleibenden Rücklagen von rund 38,15 Milliarden XRP bis zum Jahr 2035 vollständig aufgebraucht sein könnten. Ripples ehemaliger Technikchef David Schwartz betonte jedoch, dass sich kein exaktes Jahr prognostizieren lässt.

Der Zeitpunkt hänge stark von den zukünftigen operativen Bedürfnissen und der monatlichen Rücklaufquote in die Treuhandkonten ab. Unterdessen forderte der Krypto-Experte Bill Morgan das Unternehmen auf, die Token-Ausgabe zu beschleunigen, anstatt die Bestände kontinuierlich neu zu sperren.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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