Morgan Stanley enthüllt Staking- und Gebührendetails für ETH- und SOL-ETFs
Morgan Stanley hat neue Details zu seinen geplanten ETFs eingereicht und plant attraktive Staking-Renditen für Anleger.
Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat geänderte S-1-Registrierungen für ihre geplanten Ethereum- und Solana-ETFs eingereicht. Aus den Dokumenten gehen nun konkrete Details zu den jährlichen Gebühren sowie den geplanten Staking-Mechanismen der neuen Krypto-Anlageprodukte hervor.
Niedrige Verwaltungsgebühren für Krypto-Fonds
Morgan Stanley plant für den Morgan Stanley Ethereum Trust (Ticker: MSSE) und den Morgan Stanley Solana Trust (MSOL) eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent. Diese Abgabe wird täglich berechnet und monatlich vom Nettoinventarwert (NAV) der jeweiligen Fonds abgezogen.
Mit der Einreichung geht das Finanzinstitut den nächsten Schritt zur Ausweitung seines Krypto-Portfolios. Zuvor hatte das Unternehmen bereits im April erfolgreich einen Spot-ETF für Bitcoin auf den Markt gebracht.
Lukrativer Staking-Mechanismus für Anleger
Eine Besonderheit der beiden neuen Anlageprodukte ist das integrierte Staking. Die Fondsgesellschaft darf die verwahrten Krypto-Assets im Netzwerk hinterlegen, um zusätzliche Renditen für die Investoren zu generieren.
Dabei fließen 95 Prozent der erzielten Staking-Belohnungen direkt in die Fonds zurück. Die verbleibenden 5 Prozent gehen als Vergütung an die Verwahrer (Custodians) und externen Staking-Dienstleister.
Laut den Einreichungen erhält Morgan Stanley selbst über die Managementgebühr hinaus keine zusätzlichen Anteile an den Erträgen. Diese Struktur könnte Anlegern höhere Renditen bieten als vergleichbare Fonds, die auf den Einsatz ihrer Krypto-Assets verzichten.
Technische Umsetzung und Slashing-Risiko
Im Falle der zweitgrößten Kryptowährung platzieren die Verwahrer die Bestände in speziellen Smart Contracts, während Dienstleister die Validatoren für den Trust betreiben. Das Dokument warnt in diesem Zusammenhang explizit vor dem sogenannten Slashing-Risiko.
Sollten Validatoren die Regeln des Netzwerks verletzen oder ausfallen, könnten Teile der hinterlegten Ether vernichtet werden. Zudem muss die begrenzte Aufnahmekapazität des Netzwerks für neue Validatoren beachtet werden, was zu temporären Wartezeiten führen kann, bevor neue Anlagen Renditen erwirtschaften.
Für die Smart-Contract-Plattform Solana ist ein ähnlicher Delegationsprozess vorgesehen. Allerdings nennt das Dokument für SOL keine täglichen Obergrenzen für das Staking-Volumen.


