MicroStrategy pausiert Bitcoin-Käufe und erhöht US-Dollar-Reserven
MicroStrategy pausiert überraschend seine regelmäßigen Bitcoin-Käufe, um stattdessen die eigenen Barreserven aufzustocken.
MicroStrategy, das von Michael Saylor geführte Unternehmen mit den weltweit größten Bitcoin-Beständen, hat seine regelmäßigen Käufe der Kryptowährung überraschend pausiert. Anstelle des gewohnten Akkumulierens von BTC hat das Softwareunternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC Dokumente eingereicht, um die eigenen Barreserven deutlich aufzustocken.
450 Millionen US-Dollar fließen in Cash-Reserven
In der Vergangenheit nutzte MicroStrategy neu aufgenommenes Kapital fast ausschließlich für den aggressiven Ausbau seiner Bitcoin-Bestände. Dieses Mal weicht das Unternehmen jedoch von dem bekannten Muster ab und leitet Mittel in Höhe von 450 Millionen US-Dollar in seine Fiat-Reserven um.
Das frische Kapital stammt aus dem Verkauf von MSTR-Aktien im Rahmen des hauseigenen At-the-Market-Programms (ATM). Zwischen dem 6. und 12. Juli sammelte das Unternehmen auf diesem Weg rund 467 Millionen US-Dollar ein.
Warum Michael Saylor kurzfristig auf Fiat-Geld setzt
Die Entscheidung löste in der Krypto-Community zunächst Verwunderung aus. Laut Analysten ist dieser strategische Schritt jedoch primär auf die wachsenden finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens im traditionellen Finanzsektor zurückzuführen.
MicroStrategy muss für Vorzugsaktien regelmäßige Zins- und Dividendenzahlungen leisten, die sich auf geschätzte 1,76 Milliarden US-Dollar pro Jahr belaufen. Mit einer Barreserve, die nun auf insgesamt 3 Milliarden US-Dollar angewachsen ist, kann das Unternehmen diese laufenden Verbindlichkeiten sicher bedienen.
Der entscheidende Vorteil dieser strategischen Anpassung: Michael Saylor vermeidet es, Teile der unternehmenseigenen Bestände von derzeit berichteten 844.000 BTC liquidieren zu müssen. Das digitale Gold im Gegenwert von etwa 53 Milliarden US-Dollar bleibt somit unangetastet.


