Krypto-Hacker erbeuten 755 Millionen US-Dollar in neuem Rekordquartal
Im zweiten Quartal stieg die Zahl der Krypto-Hacks auf einen neuen Rekordwert von 83 Vorfällen an.
Im zweiten Quartal haben Krypto-Hacker branchenweit rund 755 Millionen US-Dollar bei 83 separaten Vorfällen erbeutet. Damit verzeichnet der Markt für digitale Assets laut einer Analyse von DefiLlama das am stärksten betroffene Quartal der Geschichte gemessen an der reinen Anzahl der Angriffe.
Cross-Chain-Bridges als größtes Sicherheitsrisiko
Vor allem kettenübergreifende Brücken erwiesen sich in den vergangenen Monaten als lukratives Ziel für Angreifer. Allein aus diesen sogenannten Cross-Chain-Bridges wurden über 351 Millionen US-Dollar entwendet.
Der schwerwiegendste Vorfall war der Exploit der LayerZero OFT-Bridge, der zu einem massiven Verlust von 293 Millionen US-Dollar bei KelpDAO führte. Auch das Ethereum-Layer-2-Netzwerk Taiko zählte zu den Opfern, nachdem Hacker rund 1,7 Millionen US-Dollar durch die Manipulation des Verifizierungsmechanismus abgriffen.
Künstliche Intelligenz verschärft die Bedrohungslage
Neben kompromittierten Administratoren-Konten und gefälschten Token-Preisen rückt zunehmend eine neue technologische Gefahr in den Fokus. Sicherheitsexperten warnen vor einer drastisch veränderten Bedrohungslage durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Laut Mitchell Amador, CEO der Bug-Bounty-Plattform Immunefi, spiele die Verbreitung neuer KI-Modelle den Angreifern in die Hände, da Schwachstellen in Smart Contracts auf Blockchains wie Ethereum deutlich schneller identifiziert werden. Obwohl die Gesamtschadenssumme noch unter dem Allzeithoch von 3,56 Milliarden US-Dollar aus dem vierten Quartal 2020 liegt, verdeutlicht die gestiegene Frequenz der Hacks den akuten Handlungsbedarf der Krypto-Branche.


