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Krypto-Börse JuCoin in der Kritik: Zweifel an angeblichen USDT-Reserven

Die Krypto-Börse JuCoin gerät wegen Auszahlungsstopps und fragwürdiger USDT-Reserven massiv unter Druck.

8. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein skeptischer Anleger betrachtet einen Bildschirm mit einem Tether-USDT-Logo und Warnsymbolen.

Die Kryptowährungsbörse JuCoin steht derzeit massiv in der Kritik, nachdem Nutzer über anhaltende Auszahlungsverzögerungen klagten. Der bekannte On-Chain-Analyst ZachXBT äußerte zudem erhebliche Zweifel an den angeblichen Reserven der Plattform, die unter anderem aus fragwürdigen USDT-Beständen bestehen sollen.

Auszahlungsstopps und angebliche Umstrukturierung

Laut Berichten von Wu Blockchain haben etliche Anleger in der vergangenen Woche den Zugriff auf ihre Gelder verloren. JuCoin begründet die Verzögerungen offiziell mit Plattform-Upgrades und internen Umstrukturierungen.

Diese Erklärung konnte die wachsenden Sorgen der Nutzer jedoch nicht zerstreuen. Die Anleger fordern verlässliche Zusicherungen über die Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer digitalen Vermögenswerte.

Zweifel an Tether-Reserven auf der JuChain

Im Zentrum der Kontroverse stehen die von JuCoin ausgewiesenen Reserven in Höhe von rund 511 Millionen US-Dollar. ZachXBT wies darauf hin, dass ein Großteil dieser Gelder aus angeblichen USDC- und USDT-Token auf dem hauseigenen Netzwerk JuChain besteht.

Analysen deuten darauf hin, dass es sich dabei nicht um den offiziellen Stablecoin des Emittenten Tether handelt, sondern um intern herausgegebene Projekt-Token. Solche Namensvettern auf alternativen Blockchains bieten weder die gleiche Liquidität noch die rechtlichen Garantien der echten Stablecoins.

Konzentration der Assets wirft Fragen auf

Erschwerend kommt hinzu, dass nahezu alle diese Token in einer einzigen Reserve-Wallet konzentriert sind. Es gibt kaum andere Halter auf dem Netzwerk, was die Unabhängigkeit und Verifizierbarkeit der Liquidität stark infrage stellt.

Bislang existieren zwar keine definitiven Beweise für eine Insolvenz von JuCoin. Die Kombination aus eingefrorenen Geldern und mangelnder Transparenz bei den Stablecoin-Deckungen setzt das Unternehmen jedoch enorm unter Zugzwang.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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