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Intesa Sanpaolo kauft Ethereum und XRP – Solana-Bestände reduziert

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat ihr Krypto-Portfolio auf 235 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt.

17. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Bankgebäude von Intesa Sanpaolo mit Logos von Ethereum und XRP im Vordergrund

Die italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat ihr Krypto-Portfolio im ersten Quartal 2026 massiv ausgebaut. Das verwaltete Vermögen im Bereich der digitalen Assets stieg von 100 Millionen auf 235 Millionen US-Dollar an.

Dabei nahm das Finanzinstitut erstmals direkte Investitionen in Ethereum und XRP vor. Der Kurswechsel verdeutlicht die zunehmende Akzeptanz von Kryptowährungen im traditionellen Bankensektor.

Strategiewechsel: Einstieg bei Ethereum, Ausstieg bei Solana

Während die zweitgrößte Kryptowährung sowie der von Ripple herausgegebene Token neu in die Bilanz aufgenommen wurden, trennte sich das Institut fast vollständig von Solana. Die Position im Bitwise Solana Staking ETF wurde drastisch von 266.320 auf lediglich 2.817 Anteile reduziert.

Dieser Schritt markiert eine klare Umschichtung innerhalb der Anlageklassen. Noch im Vorquartal hatte die Blockchain-Plattform einen prominenten Platz im Portfolio der Bank eingenommen.

Ausbau der Krypto-Infrastruktur und Aktienkäufe

Neben den Token-Investments strukturierte Intesa Sanpaolo auch sein Aktienportfolio im Krypto-Sektor um. Die Bank erwarb erstmals 165.600 Anteile des Verwahrers BitGo und stockte ihre Position bei der US-Börse Coinbase von 1.500 auf 10.357 Aktien deutlich auf.

Diese Entwicklungen passen zur übergeordneten Strategie des Instituts, die Bindungen an die Krypto-Industrie zu vertiefen. Erst im vergangenen Monat hatte das Fintech-Unternehmen Ripple bekannt gegeben, Verwahrungsdienstleistungen für die italienische Bankengruppe anzubieten.

Europäische Banken drängen in den Krypto-Markt

Der Vorstoß von Italiens größter Bank reiht sich in einen breiteren europäischen Trend ein. Auch andere große Häuser wie die spanische BBVA oder die französische BPCE haben in den vergangenen Monaten den Handel mit Bitcoin und Ether für ihre Endkunden geöffnet.

Auf infrastruktureller Ebene arbeitet zudem ein Konsortium aus zwölf europäischen Großbanken an neuen Lösungen. Unter dem Namen Qivalis soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein MiCA-konformer, Euro-gedeckter Stablecoin auf den Markt gebracht werden.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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