Bitcoin fällt unter 79.000 US-Dollar durch steigende US-Anleiherenditen
Steigende Renditen am US-Anleihemarkt setzen Risikoanlagen unter Druck und drücken den Bitcoin-Kurs ins Minus.
Bitcoin ist zum Handelsstart der Wall Street am Freitag unter die Marke von 79.000 US-Dollar gefallen. Der plötzliche Kursrücksetzer folgt auf stark steigende Renditen am US-Anleihemarkt, die Anleger weltweit zur Flucht aus Risikoanlagen bewegen.
US-Anleihemarkt setzt Risikoanlagen unter Druck
Die größte Kryptowährung verzeichnete im Tagesverlauf Verluste von rund drei Prozent und markierte damit ein neues lokales Tief für den laufenden Monat. Auch die traditionellen Aktienmärkte gaben ihre jüngsten Rekordgewinne wieder ab.
Haupttreiber dieser Entwicklung sind die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen. Diese kletterten auf über 4,55 Prozent und signalisieren eine zunehmende Nervosität unter institutionellen Investoren.
Inflationssorgen beeinflussen die Zinspolitik
Die Marktanalyseplattform The Kobeissi Letter konstatiert, dass die wochenlange Euphorie an den Märkten nun der Sorge um eine hartnäckige Inflation weicht. Die aktuelle Situation am Anleihemarkt wird von den Analysten als nicht nachhaltig eingestuft.
Diese makroökonomische Verschiebung wirkt sich direkt auf die Zinserwartungen aus. Laut Daten des CME FedWatch Tools preisen die Märkte mittlerweile eine mögliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve ein, während Zinssenkungen zunehmend unwahrscheinlich erscheinen.
Analysten erwarten weitere Kursrücksetzer für BTC
Aufgrund des makroökonomischen Gegenwinds trübt sich die kurzfristige Stimmung unter Krypto-Händlern deutlich ein. Das digitale Gold konnte den entscheidenden Widerstand bei 82.000 US-Dollar nicht nachhaltig durchbrechen.
Marktbeobachter gehen nun von einem Test tieferer Unterstützungszonen aus. Sollte der Verkaufsdruck anhalten, rückt für den weiteren Kursverlauf der Bereich um 75.000 US-Dollar in den Fokus der Händler.


