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HTX stoppt Krypto-Handel mit WLFI und wandelt USD1 in Tether (USDT) um

HTX stoppt den Handel mit WLFI-Token nach einseitigen Kontosperrungen und wandelt Kundenbestände automatisch in USDT um.

6. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Smartphone mit HTX-App neben Logos von World Liberty Financial und Tether auf dunklem Hintergrund

Die Krypto-Börse HTX hat den Handel mit Token des Projekts World Liberty Financial (WLFI) und dem Stablecoin USD1 am 5. Juni 2026 ausgesetzt. Dieser Schritt erfolgte als direkte Reaktion auf das Einfrieren von Nutzergeldern auf HTX-bezogenen Wallet-Adressen durch das WLFI-Team. Als Schutzmaßnahme wandelt die Handelsplattform zudem alle USD1-Bestände der Kunden automatisch in Tether (USDT) um.

Sanktionen führen zu Handelsstopp bei HTX

Das Entwicklerteam hinter World Liberty Financial hat die Zirkulation spezifischer Token auf der Blockchain vorübergehend eingeschränkt.

Als Grund nennt das Krypto-Projekt eine anhaltende Überprüfung der Einhaltung britischer Sanktionen. Im Mai 2026 setzte Großbritannien die mit HTX verbundene Entität Huobi Global S.A. auf eine Sanktionsliste, da diese mutmaßlich russische Umgehungsgeschäfte im Wert von über 1,5 Milliarden US-Dollar ermöglichte.

HTX wehrt sich gegen das Vorgehen des Entwicklerteams und betont, dass die eingefrorenen Vermögenswerte rechtmäßig erworbenen Privatkunden gehören. Von den einseitigen Handelsaussetzungen sind auch die Handelspaare Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) gegen den USD1-Stablecoin betroffen.

Zwangsumtausch in Tether (USDT) schützt Nutzer

Um weitere systemische Risiken zu minimieren, stoppte das Krypto-Unternehmen umgehend alle Ein- und Auszahlungen für den betroffenen Stablecoin.

Sämtliche USD1-Einlagen der Nutzer wurden von der Börse strikt im Verhältnis 1:1 in den nach Marktkapitalisierung größten Stablecoin Tether (USDT) umgewandelt.

Die WLFI-Token der Anleger verbleiben unterdessen sicher auf der Blockchain. Die Handelsplattform hat offiziell gefordert, den Zugriff wiederherzustellen, damit Auszahlungen an die betroffenen Kunden zeitnah fortgesetzt werden können.

Regulierung versus Dezentralität

Der Vorfall beleuchtet einen zentralen Konflikt im Bereich der digitalen Vermögenswerte zwischen staatlichen Vorgaben und der Nutzerkontrolle.

Während Sperrfunktionen bei regulierten Stablecoins wie USDT Branchenstandard sind, sorgt deren Einsatz bei dezentralisierten Governance-Token für Kontroversen.

Der Eingriff illustriert laut HTX, wie weitreichend die Sanktionen einer einzelnen Jurisdiktion auf private Krypto-Nutzer in der gesamten Industrie übergreifen können.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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